Offener Schlagabtausch

Der 3. Platz bei der Bayerischen für die U17-Mädels der DJK (von links): Martina Hecht, Sabrina Schelkle, Andrea Hecht, Tanja Kantelhardt, Lara Behnke und Trainer Lorenz Meyer (hintere Reihe). In der Mitte: Susann Szagun, Rebecca Steiner sowie Anja Seemüller. Vroni Gruber, Julia Schelkle, Theresa Paulus und Julia Seemüller (vorne). Foto: DJK

Die U17 weiblich der DJK Landsberg hat vergangenes Wochenende bei der Bayerischen Meisterschaft in Marktheidenfeld den 3. Platz erreicht. Zwar wäre mit etwas mehr Glück auch das Finale möglich gewesen, doch dafür hätte man im Halbfinale dem Favoriten und späteren Meister DJK Don Bosco Bamberg aus dem Weg gehen müssen. Nach einer deutlichen 44:71-Niederlage gegen die Oberfranken sicherte das Team sich dann im kleinen Finale gegen den 1. FC Schwarzenfeld aus der Oberpfalz mit einem 59:43-Erfolg den Podestplatz.

Das entscheidende Spiel sollte gleich das erste sein: Gegen den Post SV Nürnberg ging es um den Gruppensieg und damit um eine gute Ausgangsposition für das Halbfinale. Dabei kamen die Mädels von Trainer Lorenz Meyer und Assistentin Martina Hecht, bei denen Susann Szagun extra für die Meisterschaft aus England angereist war, gut ins Spiel. Aus einer aggressiven Verteidigung heraus, forcierte man ein schnelles Spiel und ging so früh mit 15:2 in Führung und verteidigte diese bis zur Halbzeit (29:17). Doch nach dem Seitenwechsel riss der Faden: Man verlor den Rhythmus und in der Verteidigung häuften sich die Unkonzentriertheiten. Nürnberg wit-terte seine Chance und legte zu Beginn des Schlussviertels einen 14:0-Lauf hin. „Den Landsbergern fehlte in der Folge die nötige Cleverness, um den Spieß noch einmal umzudrehen“, so Meyer. „So war die Enttäuschung nach der 58:53-Niederlage natürlich groß.“ Da kam der TV Memmingen im letzten Spiel des Tages als Aufbaugegner gerade recht. Zwar taten sich die DJK-lerinnen zu Beginn noch schwer, doch Mitte des zweiten Viertels übernahm man endgültig die Kontrolle. Zur Halbzeit stand es 31:16 und nach dem Seitenwechsel gab es für Landsberg kein Halten mehr. Vor allem die jüngeren Spielerinnen – unter ihnen U13-Talent Anja Seemüller – spielten nun groß auf. Am Ende leuchtete ein überdeutliches 85:23 von der Anzeigetafel. Am Sonntagmorgen stand dann die schwere Aufgabe gegen den Bamberger Zweitliganachwuchs an. Dabei nutzte man angetrieben von der großartigen Unterstützung der vielen mitgereisten Familien zu Beginn auch seine Außenseiterchance, doch beim Stand von 10:11 legten die Jugendbundesligaspielerinnen der Oberfranken noch eine Schippe drauf und zogen zur Halbzeit auf 16:39 davon. Dann hatte man sich besser auf die aggressive Verteidigung des Gegners eingestellt und so entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Landsberger wacker kämpften. Vor allem Vroni Gruber und Tanja Kantelhardt unter den Körben verlangten den Bambergern alles ab. Den Rückstand konnte man aber am Ende nicht mehr verkürzen (44:71). Das klare Ziel für die Bayerische lautete somit: Platz 3. Dafür musste man gegen Schwarzenfeld die letzten Energiereserven mobilisieren. Besonders gut gelang dies Theresa Paulus und Sabrina Schelkle. Letztere knackte im dritten Viertel mit fünf erfolgreichen Mitteldistanzwürfen in Folge die Zonenverteidigung der Oberpfälzer und war somit der Garant für den wichtigen 59:43-Sieg. „Das Ziel für die nächste Saison steht bereits: man will erneut die bayerische Meisterschaft erreichen“, hofft Trainer Lorenz Meyer.

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