Ohne Gegenwehr

Carl Morris (Erding Bulls) versucht Gerald Miller (Landsberg X-Press, grünes Trikot) zu stoppen – allerdings wie so oft im Spiel ohne Erfolg. Foto: Krivec

In jeder Hinsicht unerwartet klar fiel das Heimspiel der Landsberger Footballer aus: Mit 69:0 schickte man die Erding Bulls mit dem höchsten Sieg der Vereinsgeschichte nach Hause und bleibt damit verlustpunktfrei an der Spitze der Verbandsliga Süd.

Dabei waren die Vorzeichen des Spiels durchaus pikant: Der neue X-Press Quarterback Shane Sabine kämpft weiterhin mit seiner Knöchelverletzung und ging nicht hundertprozentig fit in die Partie; die Erdinger hatten sich zudem mit fast 15 Spielern von den Augsburg Raptors verstärkt. In der Schwabenmetropole hatte man kein eigenes Team für den Spielbetrieb zusammenbekommen. Dazu hatten die Bulls zwei US-amerikanische Spieler verpflichtet. Auswirkungen waren dann vor 300 Zuschauern im Landsberger Sportzentrum aber nur indirekt zu sehen. Quarterback Sabine wurde von seiner Offense massiv geschützt und setzte angesichts seiner Verletzung ausschließlich auf Passspiel – das war vorhersehbar, für die Erdinger, die an diesem Tag einen rabenschwarzen Tag erwischten, offenbar dennoch zuviel. Von Beginn an dominierten die Landsberger das Spiel nach Belieben. Ein großer Teil der Pässe von Sabine kam an, hatten die Bulls einmal das Angriffsrecht, wurden sie von der aggressiven und hellwachen Landsberger Defense immer wieder schnell gestoppt. Ein einziges Mal kam Erding in der ersten Halbzeit in die Hälfte der Landsberger, ein neuer erster Versuch gelang den Gästen allerdings nicht. Stattdessen machte der X-Press seine Punkte fast nach Belieben – und das auch noch spektakulär: Ein 80-Yard-Punt-Return war genauso dabei wie ein 30-Yard-Pass auf Bernhard Bloch mit anschließendem 65-Yards Lauf zum Touchdown. Nach dem Halbzeitstand von 35:0 waren keine Fragen mehr offen. Die Landsberger brachten zunehmend Nachwuchsspieler zum Einsatz, worunter der Spielfluss erkennbar litt. Erding konnte davon allerdings nicht profitieren, sondern geriet durch zahlreiche Fouls und Regelverstöße immer mehr in Bedrängnis. Mit mehreren Reverses narrten die Gastgeber die läuferisch klar überforderten Bulls noch ein ums andere Mal und brachten den Sieg locker und deutlich nach Hause. Am kommenden Samstag (17 Uhr) geht es für den X-Press darum, die Tabellenführung gegen die Passau Pirates weiter auszubauen. Wenn es nach Fitness-Coach Benny Stangl geht, stehen die Zeichen gut. „Shane Sabine ist bei mir im Training und er ist außergewöhnlich fit und engagiert. Sein allgemeiner Zustand ist jetzt schon mehr als gut. So hart, wie er arbeitet, denke ich, dass in spätestens zwei Wochen auch sein Knöchel keine Probleme mehr macht.“

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