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Ochs‘ am Spieß und viel mehr auf der "Oiden Wiesn" Landsberg

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Landsberg – Jede Menge geboten war am Sonntag auf dem Georg-Hellmair- und Hauptplatz. Die VR Bank Landsberg-­Ammersee hatte zur dritten „Oiden Wiesn“ geladen. Die Besucher ließen sich die Stimmung vom eher mäßigen Wetter nicht vermiesen und das Festzelt war nahezu bis auf den letzten Platz besetzt.

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1 / 45Die Sieger des Wettmelkens mit Milchkönigin Beatrice Scheitz (links), ihren Konkurrenten aus dem Landkreis und den VR-Bank-Ständen Martin Egger sowie Stefan Jörg (hinten, von links): Bruder Tassilo (1.), Johann Albrecht (2.) und Andreas Braunegger (3.). © Limper
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2 / 45Dem Sonntags-Regen zum Trotz: Auf der 3. Oiden Wiesn der VR-Bank Landsberg-Ammersee war erneut jede Menge geboten. © Limper
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3 / 45Dem Sonntags-Regen zum Trotz: Auf der 3. Oiden Wiesn der VR-Bank Landsberg-Ammersee war erneut jede Menge geboten. © Limper
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4 / 45Dem Sonntags-Regen zum Trotz: Auf der 3. Oiden Wiesn der VR-Bank Landsberg-Ammersee war erneut jede Menge geboten. © Limper
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45 / 45Dem Sonntags-Regen zum Trotz: Auf der 3. Oiden Wiesn der VR-Bank Landsberg-Ammersee war erneut jede Menge geboten. © Limper

Am Hauptplatz standen hochmoderne neben historischen Landmaschinen und trotzten stoisch dem Regen. Die Direkt­vermarkter in ihren Buden waren verständlicherweise eher unglücklich über das Wetter, aber gänzlich unzufrieden waren auch sie nicht. Die Besucher hatten vorgesorgt und begutachteten, geschützt von Regenschirmen, die vielfältigen Waren.

Kulinarisch reichte das Angebot vom selbstgemachten Kuchen bis hin zu Fisch und feinem Käse. So gestärkt, konnte man sich im bayerischen Dreikampf messen: Melken, Maßkrugschieben und Hau-den-Lukas. Dem Dankgottesdienst mit Pfarrer Adelhelm Bals folgte der Bieranstich im großen Festzelt, den der Vorstandsvorsitzende Stefan Jörg mit nur einem Schlag souverän erledigte.

„Die Idee für die Oide Wiesn ist schon vor vier, fünf Jahren geboren“, erklärt Stefan Jörg. „Wir haben uns mit dem Bauern­verband zusammengesetzt und überlegt, wie man die Landwirtschaft wieder näher zu den Menschen bringen kann. Und als die VR-Bank vor drei Jahren ihr 130-jähriges Jubiläum hatte, haben wir die Idee in die Tat umgesetzt: Blasmusik, Gemütlichkeit und Direktvermarkter mit Produkten aus dem Landkreis.“

Das Konzept ging auf und so waren auch heuer wieder Blaskapellen und Trachtengruppen im Festzelt aktiv. Sie sorgten für die nötige Stimmung, während sich der gewaltige Ochs am Spieß drehte, von dem schon bald nur noch das Gerippe zu sehen war.

Um 15 Uhr stieg dann der Höhepunkt der Veranstaltung: Das Wettmelken der Bürgermeister aus dem Landkreis. Immerhin 15 Politgrößen waren dabei. Abgerundet wurde das Teilnehmerfeld durch Bruder Tassilo aus St. Ottilien, der sich für die Gemeinde Eresing auf den Schemel setzte. „Die Kandidaten hatten wir relativ schnell gefunden,“ berichtete der Leiter für Marketing und Kommunikation, Manfred Doll. Er wies darauf hin, dass 16 Zusagen sehr beachtlich seien. Unter den Anfeuerungsrufen des Publikums und den kritischen Augen der bayerischen Milchkönigin, Beatrice Scheitz aus Andechs, gaben die Teilnehmer an den Eutern aus Gummi alles.

„Die Melkerei ist ganz schön anstrengend und eine Minute wird dann auf einmal sehr lang“, erzählte Doris Baumgartl, die als Bürgermeisterin für Landsberg in den Ring stieg. Mit gemolkenen 140 Millilitern zog sie sich ebenso achtbar aus der Affäre, wie ihre Kollegin Gabriele Triebel aus Kaufering mit 190.

Neben dem Wettbewerb der Politiker aus dem Landkreis, gab es auch noch eine Promi-Runde, bei der die Kreisbäuerin Rita Behl die Oberhand behielt. Sie verwies Martin Egger aus dem Vorstand der VR-Bank ebenso wie die stellvertretende Landrätin Ulla Kurz auf die Plätze.

Es war dann allerdings die Geistlichkeit, die den Hauptwettbewerb für sich entschied: Bruder Tassilo molk sensationelle 720 Milliliter und nahm 300 Liter Freibier mit in seine Gemeinde. Die Bürgermeister Johann Albrecht aus Greifenberg und Andreas Braunegger aus Denklingen musste sich mit den Plätzen dahinter arrangieren. Aus den Händen Stefan Jörgs und seines Vorstandskollegen Martin Egger nahmen sie grinsend die Preise entgegen.

Kaum verwunderlich, dass Stefan Jörg mit der Veranstaltung hochzufrieden war und ein rundum positives Fazit zog: „Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei unseren 70 Mitarbeitern. Alle, die man hier in blauen Jacken sieht, sind Banker, die seit Samstag früh um acht ehrenamtlich mitarbeiten. Das ist eine tolle Leistung und gibt es sonst nirgends.“

Auch im nächsten Jahr soll es wieder eine „Oide Wiesn“ geben. Dann möglicherweise im Zuge eines verkaufsoffenen Sonntags. Diesen möchte Hans-Jürgen Schulmeister, Referenz für Stadtmarketing und Marktwesen im Stadtrat, gerne reaktivieren, nachdem er mangels einer publikumswirksamen Trägerveranstaltung zuletzt nicht mehr durchführbar war. „Die Oide Wiesn würde sich dafür bestens eignen“, betont Schulmeister im Gespräch mit dem KREISBOTEN. Positive Signale habe er sowohl von der Bank selbst als auch vom städtischen Marktamt und den „Aufmachern“ vernommen.

Dietrich Limper/Toni Schwaiger

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