Für die "Aktion Sternstunden"

Mit den Bauern durchs Jahr

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Die Getreideernte in den tropisch heißen Juli-Tagen hat Filmemacher und Kinobetreiber Rudolf Gilk im Landsberger Osten (Penzinger Feld) dokumentiert.

Landsberg – Eine ganz besondere Kino-Matinee gibt es am Sonntag, 27. Dezember, im Olympia-Filmtheater: Um 11 Uhr zeigt Rudolf Gilk seinen BR-Film, der das Leben der Bauern übers Jahr 2015 dokumentiert. Der Eintritt ist frei, allerdings bittet der Landsberger Filmemacher und Kinobetreiber um Spenden für die „Aktion Sternstunden“.

Angefangen im Winter, wo die Felder verschneit sind und ein eisiger Wind übers Land zieht bis hin zur Ernte und zum Umpflügen der Äcker reicht der Film, der in monatlichen Folgen entstand und in der Sendung „Wir in Bayern“ des Bayerischen Rundfunks (BR) zu sehen war. Gedreht wurden die meisten Aufnahmen im Landkreis Landsberg und im Oberland.

Die Kamera ist beim Zwiebel pflanzen in Reisch dabei und bei der Ernte von Elefantengras in Kaufering, mit dem der Jacklbauer seinen Bauernhof beheizt. Wie sehr der Landwirt mit dem Wetter lebt und arbeitet und was der „Hundertjährige“ und die Bauernregeln wert sind, wird im Film nachgefragt. Zu kalt, zu nass – zu trocken, zu heiß, grad recht kriegt es ein Bauer selten und deswegen muss er jammern. Und falls das Wetter einmal passt, dann ist der miserable Milchpreis immer wieder ein Grund zum Klagen. Trotzdem, so sagt der Bauer Käser aus Huglfing, ist er gerne Landwirt, schätzt das freie Leben in der Natur und dass er sein eigener Herr ist. Ganz seiner Meinung ist auch die 19-jährige Veronika Schmid aus Eggstätt im Chiemgau, die an der „Bauernuni“ in Landsberg bei einem landwirtschaftlichen Wettbewerb im Traktorfahren mitmacht und später unbedingt Bäuerin werden will.

Der Bauer Xaver Heidner in Kaufering legt mit seinem alten Eicher-Traktor und einem historischen Kartoffel-Lege-Gerät hintendran, das so alt ist wie er selber, Knolle für Knolle und der Riedhofbauer, ebenfalls in Kaufering, zeigt, wie schnell so etwas mit seinem neuen, satellitengesteuerten Traktor geht.

Mit dem Alpbauern Siegfried Spettl aus Immernstadt geht es im Juni mit der Rinderherde hinauf zur „Wilden Gund“ , wo auf über 1.000 Meter Höhe die saftigen Weiden sind und wo Vieh und Hirt den ganzen Sommer verbringen.

Schließlich sind die Getreideernte in den tropisch heißen Julitagen, die Spargel­ernte in Schrobenhausen, der Viehscheid in Oberstaufen und die Arbeit mit gigantischen Maschinen bei der Mais- und Zuckerrübenernte ein Thema im Film. Dazu erfährt man wie das alles früher war als man noch mit viel Handarbeit und Schweiß die schwere Bauernarbeit verrichtete.

Freilich nicht alles, was so in der bäuerlichen Landwirtschaft in Bayern passiert, kann der Film zeigen. Aber es wird ein guter Querschnitt vermittelt und dass der Rudolf Gilk das Heitere beim Leben auf dem Lande nicht übersieht, versteht sich von selbst.

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