Von Bayernwerk Netz ausgezeichnet

Wertvolles "Lesezeichen"für die Schondorfer Bücherei

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Große Freude herrschte über die 1.000 Euro-Spende für die Gemeindebücherei Schondorf. Auf unserem Bild Leiterin Christiane Ernst (links), Bürgermeister Alexander Herrmann und Silke Mall (rechts) vom Preisstifter Bayernwerk.

Schondorf – Das Duell „Haptisch gegen Digital“ ging in der Gemeindebücherei klar zugunsten der gedruckten Literatur aus. Im vergangenen Jahr wurden 23.665 Mal Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Bücher ausgeliehen. Im Gegensatz zur „Onleihe“ von 5.480 E-Medien. Trotzdem liegt Schondorf damit im Spitzenfeld der Nutzer elektronischer Medien aller teilnehmenden Bibliotheken im bayerischen Onleiheverbund.

Jetzt kann Christiane Ernst, die Leiterin der Gemeindebücherei, wieder kräftig Nachschub bei Büchern, Hörbüchern, DVDs und neuen Medien einkaufen. Sie bekam nämlich erfreulichen Besuch mit einer Spende von 1.000 Euro. Silke Mall, die Kommunalbetreuerin der Bayernwerk Netz GmbH, überbrachte die „Lesezeichen“ genannte Urkunde und den Gutschein. Damit zeichnet der Energieversorger Bayernwerk jährlich 50 Institutionen in Bayern aus nach dem Motto „Bibliotheken fördern Lesen – Wir fördern Bibliotheken“. Die Auswahl trifft das Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit dem Sankt Michaelsbund und der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen der Bayerischen Staatsbibliothek. Eine große Ehre für Schondorf, weshalb auch Bürgermeister Alexander Herrmann bei der Lesezeichen-Verleihung gerne dabei war.

Silke Mall in ihrer Laudatio: „Mit unserem Engagement unterstützen wir Bibliotheken und deren Mitarbeiter, die sich für die Leseförderung einsetzen.“ Gerade im Zeitalter der Digitalisierung sei es wichtig, junge Menschen für das Lesen zu begeistern. Denn die Fähigkeit zu lesen und sich dadurch komplexe Sachverhalte zu erschließen, sei grundlegend für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

In Schondorf mit 868 regelmäßigen Nutzern, darunter 425 Kinder und Jugendliche, scheint das vorbildlich zu klappen. Unter dem Bestand von über 8.000 Büchern sind immerhin 3.556 für ihre Altersklassen. Jeden Freitag-Nachmittag finden vor Ort sogar Lesestunden für Kids ab drei Jahren mit Christiane Ernst und Simone Nölke statt. Und beim Vorlesetag 2017 in der Aula der Grundschule lasen sogar Landrat Thomas Eichinger und Bürgermeister Herrmann mit vor.

Die Grundschule Schondorf beteiligt sich auch bei „Antolin“, einem innovativen Programm zur Leseförderung für die Schulklassen 1 bis 10. Nachdem ein Schüler ein Antolin-Buch gelesen hat, muss er digital Fragen zum Inhalt beantworten und bekommt dafür Punkte. Dieses System sei Garant für ein intensives Lesen und Beschäftigen mit dem Buch, erläuterte Christiane Ernst beim Übergabetermin. Damit man die Antolin-Bücher in ihrer Bibliothek leichter findet, wurden sie speziell mit einem grünen Punkt gekennzeichnet.

Bürgermeister Herrmann ist stolz auf die vorbildlich geführte und jetzt prämierte Bücherei am Rathausplatz. Dass in einem Dorf von 4.129 Einwohnern gut jeder fünfte Bürger das umfangreiche Angebot nutzt, belohne das Engagement der Ammersee-Gemeinde.

Dieter Roettig

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