"Das ist ein Spitzen-Platz"

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Vorfreude: Oberbürgermeister Mathias Neuner, Landsbergs Lions-Club-Präsident Siegfried Kuhn, Big Band-Manager Johannes Langendorf, Kommodore Daniel Draken vom LTG 61 und Konzertbeauftragter Klaus Schuster zur Ortsbesichtigung vor dem Rathaus (von links)

Landsberg – Der Hauptplatz als Kulisse für ein großes Sommer-Open-Air: Zum jetzigen Zeitpunkt schwer vorstellbar, doch am 18. Juni Realität. Dann spielt hier die Big Band der Bundeswehr unter freiem Himmel. Für die weitere Planung dieses aufwendigen Benefizkonzerts kamen vergangene Woche Vertreter des Show­orchesters, des Lions Clubs Landsberg und der Stadt zur gemeinsamen Ortsbesichtigung zusammen.

Insgesamt 1.000 Bewerbungen für ein Open-Air-Gastspiel der Big Band der Bundeswehr im Sommer verzeichnete Hauptmann Johannes M. Langendorf, Verantwortlicher für das Management des Ensembles. Zusammen mit 22 anderen Interessenten habe Landsberg den Zuschlag erhalten. Nachdem er nun den Hauptplatz in Augenschein genommen hat, zeigt sich Langendorf höchst angetan: „Das ist ein Spitzen-Platz“. Die Akustik sei gut und das leicht ansteigende Gefälle, auf dem das Publikum erhöht zur Band stehen wird, erinnere ihn an ein „Amphitheater“.

Doch eben jene Unebenheiten bergen auch Tücken. Denn die nagelneue Bühne, die 18 mal 10 Meter in der Fläche misst und 8 Meter in die Höhe ragt, stellt gewisse Ansprüche. Wohin also mit der größten mobilen Bühne Deutschlands? Als voraussichtlich bevorzugter Standort kristallisiert sich bei der Ortsbesichtigung der Bereich unmittelbar vor dem Rathaus heraus. Hier werden am 18. Juni ab 7.30 Uhr morgens die Aufbauarbeiten beginnen, 70 Tonnen an Gerätschaften und Ausrüstung müssen dabei an die richtige Stelle gerückt werden. Aufgrund dieses hohen organisatorischen Aufwands könne es auch keinen Ausweichtermin, keinen Plan B geben, so Langendorf. Gespielt werde nahezu bei jedem Wetter.

So richtig ernst wird es um 16 Uhr, dann wird auch die Durchfahrt auf dem Hauptplatz gesperrt. Eine Rückkehr auf den Hellmair-Platz muss ausnahmsweise auch der Wochenmarkt vollziehen. Wenn die Big Band der Bundeswehr ihren Mix aus Swing, Rock und Pop spielt, hofft Manager Langendorf auf „Sommerparty-Feeling“. Der bunte musikalische „Cocktail“ sei ein echtes Erkennungsmerkmal, Show und Abwechslung stellten zentrale Elemente dar. Marschmusik, an die man vor dem militärischen Hintergrund schnell denkt, gehöre indes ausdrücklich nicht zum Repertoire. Das Ensemble mit seinen „Ausnahmemusikern“ wurde im Jahr 1971 vom damaligen Verteidigungsminister Helmut Schmidt aus der Taufe gehoben. In dieser Zeit hat die Big Band der Bundeswehr rund 17 Millionen Euro für wohltätige Zwecke eingespielt.

Das ist auch diesmal das große Motiv: Während des Konzerts werden Spenden gesammelt. Diese fließen dann an das Hilfswerk des Lions Clubs, Genaueres wird noch bestimmt. „Das Geld bleibt auf jeden Fall im Landkreis“, so der Konzertbeauftragte Klaus Schuster.

Für die Verpflegung der geschätzt 3.000 bis 5.000 Besucher werden die ansässige Gastronomie, die Lions und womöglich die Bundeswehr sorgen. Der Eintritt ist frei, ein Kommen sei „aber keinesfalls umsonst“, so Langendorf.

Rasso Schorer

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