800 Kilo Hundekot

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Wenn die Beutel im falschen Müllbehälter landen, machen sich die Raben dran zu schaffen.

Landsberg – Sie sind immer wieder ein Ärgernis für die Bevölkerung: Die Hundehäufchen, die am Rand von Fußwegen oder auf Grünstreifen zu finden sind. Auch der städtische Bauhof macht mit den Fäkalien täglich Erfahrungen, die er gerne vermeiden würde.

Insgesamt stehen den Hundebesitzern in der Stadt und den zugehörigen Ortsteilen 80 spezielle Müllbehälter zur Verfügung, wo die schwarzen Plastikbeutel samt Häufchen entsorgt werden können. Oftmals kommt es aber vor, dass die Herrchen den Kot am „stillen Örtchen“ ihres Vierbeiners einfach zurücklassen. In anderen Fällen wird das Endprodukt nach dem Geschäft zwar sauber verpackt, dann jedoch nicht in den dafür vorgesehenen Behälter und stattdessen in einen der herkömmlichen Müllkörbe geworfen.

Das kann unschöne Folgen haben – so geschehen in der Nähe des Inselbades, wie Stadt-Pressesprecherin Simone Sedlmair berichtet: Dort hätten die Anwohner gesehen, wie Raben mit den Hundekot-Beuteln ihr Unwesen getrieben hätten. „Nachdem die Papierkörbe geöffnet sind, kommen die Vögel problemlos an die Inhalte ran. Am Inselbad haben sich die Raben die Kot-Tüten aus dem Eimer herausgepickt und auf die umliegenden Wege und Wiesen verteilt“, so die Pressesprecherin. Aus diesem Grund seien die 80 Hundekotbehälter verschlossen, dort komme kein Tier ran.

Die Behälter, die im gesamten Stadtgebiet verteilt sind, werden einmal wöchentlich geleert. Bis alle Eimer abgegrast sind, schildert Sedlmair, sei ein Bauhof-Mitarbeiter etwa eineinhalb Tage pro Woche beschäftigt, und habe dadurch ein beachtliches Gewicht gestemmt: 800 Kilo Hundekot bringt die Stadt wöchentlich auf die Waage. Welche Kosten das verursacht, könne die Stadt nicht genau beziffern, erklärt die Pressesprecherin. In diesem Zusammenhang: Allein die Einnahmen aus der Hundesteuer reichen nicht aus.

Wenig befriedigend ist die Arbeit für die Bauhof-Mitarbeiter insbesondere dann, wenn die Hunde-Exkremente nicht ordnungsgemäß entsorgt wurden und auf Grünstreifen liegen bleiben. „Wenn dort gemäht wird, fliegt und spritzt der Kot durch die Gegend – und das teilweise auch auf die Arbeitskleidung“, zitiert Simone Sedlmair einen Angestellten des städtischen Bauhofs. Darüber hinaus würden auch die Arbeitsgeräte verschmutzt, die am Tagesende noch gereinigt werden müssten – als eine der letzten Aufgaben vor dem Feierabend.

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