Furioses Spektakel bei Carl-Orff-Fest

»Orffianer« begeistert vom Auftakt des Sommerfestes in Dießen

1 von 22
Ein furioses Spektakel wurde zum Auftakt des Carl Orff Festes Andechs & Ammersee im Garten des Orffschen Wohnhauses in Dießen-St. Georgen geboten. Unter anderem sorgten die Trommlergruppe „Drumaturgia“ und das Mendelsohn Vocalensemble für Gänsehaut und Vorfreude auf das Programm vom 8. bis 12. August.
2 von 22
Ein furioses Spektakel wurde zum Auftakt des Carl Orff Festes Andechs & Ammersee im Garten des Orffschen Wohnhauses in Dießen-St. Georgen geboten. Unter anderem sorgten die Trommlergruppe „Drumaturgia“ und das Mendelsohn Vocalensemble für Gänsehaut und Vorfreude auf das Programm vom 8. bis 12. August.
3 von 22
Ein furioses Spektakel wurde zum Auftakt des Carl Orff Festes Andechs & Ammersee im Garten des Orffschen Wohnhauses in Dießen-St. Georgen geboten. Unter anderem sorgten die Trommlergruppe „Drumaturgia“ und das Mendelsohn Vocalensemble für Gänsehaut und Vorfreude auf das Programm vom 8. bis 12. August.
4 von 22
Ein furioses Spektakel wurde zum Auftakt des Carl Orff Festes Andechs & Ammersee im Garten des Orffschen Wohnhauses in Dießen-St. Georgen geboten. Unter anderem sorgten die Trommlergruppe „Drumaturgia“ und das Mendelsohn Vocalensemble für Gänsehaut und Vorfreude auf das Programm vom 8. bis 12. August.
5 von 22
Ein furioses Spektakel wurde zum Auftakt des Carl Orff Festes Andechs & Ammersee im Garten des Orffschen Wohnhauses in Dießen-St. Georgen geboten. Unter anderem sorgten die Trommlergruppe „Drumaturgia“ und das Mendelsohn Vocalensemble für Gänsehaut und Vorfreude auf das Programm vom 8. bis 12. August.
6 von 22
Ein furioses Spektakel wurde zum Auftakt des Carl Orff Festes Andechs & Ammersee im Garten des Orffschen Wohnhauses in Dießen-St. Georgen geboten. Unter anderem sorgten die Trommlergruppe „Drumaturgia“ und das Mendelsohn Vocalensemble für Gänsehaut und Vorfreude auf das Programm vom 8. bis 12. August.
7 von 22
Ein furioses Spektakel wurde zum Auftakt des Carl Orff Festes Andechs & Ammersee im Garten des Orffschen Wohnhauses in Dießen-St. Georgen geboten. Unter anderem sorgten die Trommlergruppe „Drumaturgia“ und das Mendelsohn Vocalensemble für Gänsehaut und Vorfreude auf das Programm vom 8. bis 12. August.
8 von 22
Ein furioses Spektakel wurde zum Auftakt des Carl Orff Festes Andechs & Ammersee im Garten des Orffschen Wohnhauses in Dießen-St. Georgen geboten. Unter anderem sorgten die Trommlergruppe „Drumaturgia“ und das Mendelsohn Vocalensemble für Gänsehaut und Vorfreude auf das Programm vom 8. bis 12. August.

Dießen – Der furiose Auftakt machte Appetit auf mehr! Mit einem musikalischen Sommerfest im Garten des Orff-Wohnhauses in Dießen-St. Georgen wurde das neu etablierte „Carl-Orff-Fest Andechs & Ammersee“ eröffnet. Rund um das berühmte Weltenrad aus Bronze mit Durchblick bis nach Andechs versammelten sich die „Orffianer“ genannten Fans, Vertreter der Orff-Schulwerk-Gesellschaften, des Orff-Instituts am Mozarteum Salzburg, dem Orff-Zentrum München, Vorstand und Kuratorium der Carl-Orff-Stiftung sowie Weggefährten und Freunde von Carl und Liselotte Orff.

Ein furioses Spektakel wurde zum Auftakt des Carl Orff Festes Andechs & Ammersee im Garten des Orffschen Wohnhauses in Dießen-St. Georgen geboten. Unter anderem sorgten die Trommlergruppe „Drumaturgia“ und das Mendelsohn Vocalensemble für Gänsehaut und Vorfreude auf das Programm vom 8. bis 12. August.

Ein Ehrengast wurde von Judith Janowski, der Generalsekretärin der Stiftung, besonders begrüßt: Die inzwischen 95-jährige Sopranistin Colette Lorand, die in den 60er und 70er Jahren viele Partien aus Orffs Werken gesungen und eng mit dem Komponisten zusammengearbeitet hat. Unvergessen bis heute ist ihre Uraufführung von „De Temporem fine Comoedia“ bei den Salzburger Festspielen vor genau 45 Jahren.

Das Motto der Veranstaltung zwei Tage vor Orffs 123. Geburtstag hieß „Carl Orff und Bertold Brecht oder Alles hat seine Zeit“. Denn nicht nur der Komponist lebte gerne am Ammersee, auch Bertold Brecht hat einige Zeit in Utting gewohnt. Der Auftakt sollte die Wechselbeziehung und das kongeniale Zusammenwirken Orffs mit Brecht unter anderem an den Münchner Kammerspielen aufzeigen. Eröffnet wurde das Programm lautstark vom Trommel-Ensemble „Drumaturgia“. Die auch optisch gewaltige Inszenierung mit japanischen Trommeln schallte über den Ammersee bis zur Klosterkirche Andechs auf dem Heiligen Berg, wo Carl Orff vor 36 Jahren seine letzte Ruhe fand. Das Mendelsohn Vocalensemble unter der Leitung von Karl Zepnik brachte neben Orff-Werken auch Kompositionen der Orff-Schüler Wilhelm Killmayer und Wilfried Hiller, informativ und spannend anmoderiert von Elgin Heuerding. Der bekannte Schauspieler Stefan Hunstein (u. a. Münchner Kammerspiele) rezitierte dazu Texte von Bertold Brecht. Sein satirisches Gedicht „700 Intellektuelle beten einen Öltank an“ sorgte für auflockerndes Gelächter beim Publikum, das von einem offenen Zelt aus auf die Bühne blickte.

Florian Zwipf-Zaharia als Veranstalter des Carl-Orff-Festes erläuterte nach dem musikalischen Teil den vielen Interessierten das kommende Programm vom 8. bis 12. August. Es steht unter dem Motto „O Fortuna … Das Weltenrad dreht sich wieder!“ und setzt sich aus Konzerten, Lesungen, einem internationalen Carl-Orff-Kompositionswettbewerb und einem Workshop für Jugendliche zusammen. Zu den prominenten Mitwirkenden zählen unter anderem die Münchner Symphoniker, der Münchner Bach-Chor unter Leitung von Hansjörg Albrecht, die Singphoniker sowie die bekannten Schauspieler August Zirner, Michael Grimm, Harald Helfrich und Peter Weiß. Spielstätten sind neben dem Florian Stadl im Kloster Andechs die Klosterkirche St. Ottilien, der Pfarrstadl in Weßling, der Traidtcasten und das Blaue Haus in Dießen sowie die Heilig Kreuz Kirche in Schondorf. Dießens Bürgermeister Herbert Kirsch als Kuratoriumsvorsitzender der Carl-Orff-Stiftung begrüßte es ausdrücklich, dass man mit der Neuauflage des Festivals endlich auch die Marktgemeinde in das Programm einbezogen habe: „Schließlich war Carl Orff einer unserer prominentesten Bürger, dessen Werke heute noch auf der ganzen Welt gespielt werden.“

Mit dem „Carl-Orff-Fest Andechs & Ammersee“ soll das Oeuvre Carl Orffs in einem neuen Licht erstrahlen. Sein Werk wird diesmal im Kontext mit den vielfältigen Werken seiner Vorbilder, Lehrmeister, Partner und Schüler aufgeführt. So werden neben Werken Carl Orffs Ravels „Bolero“, Johann Sebastian Bachs „Goldberg Variationen“, das „Osteroratorium“ und George Crumbs „Music of the Starry Night“ erklingen. Zudem findet im Rahmen des Festes im Dießener Traidtcasten das Finalkonzert des Internationalen Carl-Orff-Kompositionswettbewerbs mit den Uraufführungen der zehn nominierten Werke statt.

Ein Highlight für die Jugend wird sicher der Workshop „Carmina Burana ist HIP (HOP)“ am 10. und 11. August im Weßlinger Pfarrstadl. In der Ankündigung heißt es salopp „Da wirst du mit den Ohren schlackern, den Fingern schnippen, der Zunge schnalzen und den Knien wippen … denn Carmina Burana ist hip!“

Professor Wilfried Hiller, Schüler und enger Vertrauter von Carl Orff, erzählte beim gemütlichen Teil des Sommerfestes humorvoll Privates von Carl Orff. So sei sein Lieblingsessen ganz bescheiden Kartoffelsuppe mit Wiener Würsteln gewesen. Er mochte die Musik von Duke Ellington und den Comedian Harmonists. Als Frühaufsteher telefonierte er oft schon um sechs Uhr mit dem Gruß „Morgenstund hat Orff im Mund“. Und wenn er Leute zu sich bestellte, reimte er „Oh Geltendorf, oh Geltendorf. Wann fährt der nächste Zug zum Orff“.

Dieter Roettig

Rubriklistenbild: © Roettig

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Intel-Megafabrik: Landsberg verweigert neues Signal an den Chiphersteller
Landsberg
Intel-Megafabrik: Landsberg verweigert neues Signal an den Chiphersteller
Intel-Megafabrik: Landsberg verweigert neues Signal an den Chiphersteller
Inzidenz sinkt weiter, dennoch über 100 Neuinfizierte
Landsberg
Inzidenz sinkt weiter, dennoch über 100 Neuinfizierte
Inzidenz sinkt weiter, dennoch über 100 Neuinfizierte
Wenn sich der Rat von der massiven Bebauung abwendet
Landsberg
Wenn sich der Rat von der massiven Bebauung abwendet
Wenn sich der Rat von der massiven Bebauung abwendet
5. Dezember: Booster-Impftag im Landkreis Landsberg
Landsberg
5. Dezember: Booster-Impftag im Landkreis Landsberg
5. Dezember: Booster-Impftag im Landkreis Landsberg

Kommentare