Nachbarschaftshilfe schließt Lücken

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Streben eine Nachbarschaftshilfe für Landsberg an: Alois Handwerker (Caritas), Katrin Dyballa (keb) und Oberbürgermeister Mathias Neuner.

Landsberg – Seit Jahresbeginn arbeiten Caritas und die Koordinationsstelle Engagierter Bürger (keb) gemeinsam daran, eine Nachbarschaftshilfe für Landsberg auf den Weg zu bringen. Dadurch soll hilfsbedürftigen Menschen künftig unkompliziert in Notsituationen Unterstützung angeboten werden. Einige Punkte sind noch offen – gesucht werden deshalb Freiwillige, die sich beim Aufbau und der Durchführung engagieren wollen.

Die Idee zur Gründung einer Nachbarschaftshilfe entstand aufgrund der vorhandenen Nachfrage. „Gesucht wird jetzt nach Mitwirkenden beim Aufbau und nach einem möglichen Träger“, teilt Simone Sedlmair von der Pressestelle der Stadt mit. Die Organisationsform und Arbeitsweise sollen dann die Mitwirkenden festlegen. Die Finanzierung kann durch Fördermittel vom Freistaat bewerkstelligt werden, der die Neugründung mit bis zu 10.000 Euro unterstützt. Nun suchen die Initiatoren potenzielle Helfer, für die am 12. Juli um 19.30 Uhr eine Infoveranstaltung im Vortragssaal des Sportzentrums stattfindet.

Worum geht es? Die Ehrenamtlichen der Nachbarschaftshilfe sollen für alle Hilfsbedürftigen da sein – also nicht nur für Ältere, sondern auch für Kranke, Behinderte oder große Familien. Wichtig dabei sind aber konsequente Grenzen. Denn Nachbarschaftshelfer sind weder billige Putzkräfte noch medizinische Krankenpfleger. Dennoch kann Nachbarschaftshilfe vieles leisten, etwa als Begleitung beim Einkauf oder zum Arzt, beim Spaziergang oder dem Besuch von Veranstaltungen.

In einem ersten Schritt haben sich die Initiatoren einen Überblick über das schon bestehende Angebot verschafft. Denn es sollen keine Parallelstrukturen entstehen, vielmehr geht es darum, Lücken zu schließen. Zu diesem Zweck wurden alle relevanten Akteure zu einen Austauschgespräch eingeladen und anhand eines Fragebogens sowohl Angebot als auch Nachfrage an Dienstleistungen erfasst. „Ein Bedarf hat sich auf jeden Fall beim Transport- und Begleitdienst gezeigt“, fasst Katrin Dyballa von der keb zusammen. „Dabei geht es nicht um eine Fahrt von A nach B, sondern zum Beispiel zum Arzt, wobei der Hilfsbedürftige bis in die Praxis begleitet und anschließend vielleicht auch noch in die Apotheke gegangen wird.“ Auch im Bereich der Kinderbetreuung zeichne sich Bedarf ab sowie bei kleinen Haushaltshilfen, wie Schneeräumen oder Einkaufen. „Wichtig ist, dass es sich um eine Notsituation handelt. Nachbarschaftshilfe ist nicht für Dauereinsatz gedacht, sondern hilft in akuten Situationen.“

Allein gelassen werden interessierte Helfer keineswegs: Oberbürgermeister Mathias Neuner, Alois Handwerker (Caritas), Ilga Ahrens (Caritas) und Dyballa haben Unterstützung zugesagt.

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