Gaudiwurm 2.0 kam super an

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Der „Blutsauger Dracula“ zog wohl die meisten Blicke unter den Zuschauern auf sich. Das gesamte Schloss des berühmten Vampirs fuhr auf dem Wagen mit. Die Mühen der „Scheuringer Blutsauger“ wurde belohnt: Sie erhielten den ersten Platz bei den Wagen.

Landsberg - Am Lumpigen Donnerstag hieß es auch in diesem Jahr: Durch die Lechstadt schlängelt sich der Gaudiwurm. Anders als in den Jahren zuvor startete der Umzug nicht am Vormittag, sondern erst um 13.30 Uhr – ohne Beteiligung der Schulen. 

Auch wenn sie nicht mehr die Hauptakteure des Umzugs waren, so machten die Gruppen der Beruflichen Schulen trotzdem den Anfang. Die „Knechtschaft der sozialen Netzwerke“ stellten die Schüler der Klasse S12b dar – aneinandergekettet an Facebook und Whatsapp. Auch das sogenannte „Social Beer Game“, ein beliebtes Nominierungsspiel auf der Plattform, schaffte es dank der Klasse S12d zum Landsberger Gaudiwurm. Pünktlich mit der Gruppe „Ladygracha“, die sich gemäß dem Motto „Frühlingserwachen“ in farbenfrohe Blumen- und Schmetterlingskostüme gehüllt hatten, tauchte auch die Sonne über dem zum Teil dicht gedrängten Hauptplatz auf. Zahlreiche Zuschauer hatten sich in der Ludwigstraße und der Herkomerstraße versammelt, um die 43 teilnehmenden Gruppen mit ihren prächtig geschmückten Wagen und einfallsreichen Kostümen zu bestaunen. 

Landsberger Gaudiwurm 2014

„Schöner Wohnen mit Tebartz van Elst“ hatten sich die Faschingsfreunde Reichling auf ihren Wagen geschrieben. Der Limburger Bischof grüßte von seinem prächtigen Palast herunter, eine goldene Badewanne zog er hinter sich her. Auch die „Komakolonne“ aus Scheuring wollte trotz niedriger Temperaturen nicht auf ein kleines Bad verzichten: Nur in Bikini und Badehose tanzten sie um den Pool auf ihrem Wagen. Ein ganzer Saloon inklusive Rodeo-Bulle war beim „Old Schyringer“ an Bord. Neben den Cowboys im Wilden Westen entführte der Faschingsverein Singold die Zuschauer in die Welt von „1001 Nacht“. Die Jury, bestehend aus OB Mathias Neuner, Veranstalter Niki Amberger, BSL-Schulsprecher Andreas Oehlenschläger, KREISBOTEN-Redakteurin Janina Reich und Sarah Schierack vom Landsberger Tagblatt, hatte sich direkt vor dem Rathaus postiert und somit wohl den besten Blick auf alle Teilnehmer. 

In drei Kategorien (Wagen, Schulen, Fußgruppen) ermittelten sie so die Sieger. Den ersten Platz bei den Wagen belegten die „Scheuringer Blutsauger“ mit ihrem Dracula. Bei den Fußgruppen lag die Gruppe „Ladygracha“ vorne und bei den Schülern siegte der Wagen „Der Sultan von Wumba-Bumba und sein Harem“ der Klasse W12 a/b. Die Veranstalter zeigten sich mit ihrem Projekt rundum zufrieden. 

Auch von Seiten der Polizei war es eine Veranstaltung „ohne größere Probleme“, wie Pressesprecher Franz Kreuzer mitteilte. Allerdings seien doch recht viele Gäste ziemlich betrunken gewesen. Wohl als Folge daraus kam es auch zu mehreren kleinen Schlägereien. Mit einer Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung darf ein 25-jähriger Mann aus Pittriching rechnen. Er kam gegen 15 Uhr in einen Supermarkt, die Kassiererin wollte dem stark alkoholisierten Mann aber keinen Alkohol mehr verkaufen. Das machte den 25-Jährigen offenbar so wütend, dass er eine Flasche gegen einen Mast warf. Durch die Glassplitter wurde die Kassiererin und ein Kunde leicht verletzt. Außerdem müssen mindestens 20 Gäste Bußgelder zahlen, weil sie in Hauseingänge urinierten.

Astrid Erhard

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