Parken nur noch mit Ausweis – Englischen Garten: Stadt und Anwohner sind sich einig

Die Straße Am Englischen Garten soll für den öffentlichen Verkehr gesperrt werden. Darauf haben sich vergangene Woche auf einer Anwohnerversammlung Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD), Ordnungsamtsleiter Ernst Müller sowie rund 50 Betroffen einstimmig geeinigt. Geplant ist, den rund 750 Meter langen Bereich in eine Anliegerstraße und eine Parkverbotszone umzuwandeln. Eigens ausgewiesen werden rund 30 Anwohnerparkplätze. Vorrangiges Ziel ist es, den beengten Strassenzug zu beruhigen und verkehrssicherer zu gestalten.

Mit der Abstimmung am Ende der Anwohnerversammlung wollte das Stadtoberhaupt „ein Stimmungsbild“ haben. Und das fiel deutlich aus, einstimmig votierten die Bewohner für den ihrer Ansicht nach besten Weg. Zuvor hatte Ernst Müller diverse Modelle vorgestellt, die zu einer Entschärfung der Situation Am Englischen Garten führen könnten. Vor allem die geringe Breite der Straße bereite oft Probleme, sodass beim Ausweichen von parkenden Fahrzeugen immer wieder der abgesenkte Bürgersteig befahren werden müsse. Gerade das werde von den Anwohnern mit Sorge beobachtet, denn das Gefahrenpotenzial für die Fußgänger sei sehr hoch. Leichter zu überwachen Müller machte aber auch deutlich, dass dieser Umstand aufgrund der örtlichen Begebenheiten wohl nicht gelöst werden könne – Hochwasserschutzmauer auf der einen und Wohnbebauung auf der anderen Seite. Den öffentlichen Verkehr aber könne man von dieser Straße fernhalten. Daher schlug Müller vor, die bestehenden öffentlichen Parkplätze aus der Straße herauszunehmen und Teilbereiche mit Anwohnerparkplätzen auszuweisen – ähn- lich wie in der Altstadt. Dies würde auch eine Geschwindigkeitsüberwachung deutlich erleichtern, so Lehmann, die derzeit aufgrund der Parkdichte und der Straßenführung kaum möglich sei. Auch sei dann eine Kontrolle der dort parkenden Fahrzeuge durchführbar. Dem Vorschlag einiger Bewohner, eine Anliegerstraße einzurichten, stand Ordnungsamtsleiter Müller anfänglich skeptisch gegenüber. Zwar sei dies aus seiner Sicht die „einfachste und sauberste Lösung“, jedoch könne man die Einhaltung kaum kontrollieren, da die Stadt in den fließenden Verkehr nicht eingreifen dürfe. „Wenn es keine Kontrollmöglichkeit gibt, wird sich auch nichts ändern“, betonte Lehmann. Auch ein generelles Parkverbot hält Müller für problematisch. Denn dann haben wir eine freie Straße, die einlädt, die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometer zu überschreiten, was wiederum zu einem erhöhten Risiko für die Fuß-gänger und Radfahrer führt. Breite Zustimmung fand dann der Vorschlag einer Anwohnerin, Anliegerstraße und Anwohnerparkzonen zu kombinieren. Damit würde der öffentliche Verkehr draußen bleiben, und mit Hilfe der Parkausweise könnte man das Parkproblem in den Griff bekommen, da Kontrollen möglich wären. Vor allem mit Blick auf die neue Fußgängerbrücke über den Lech sei diese Kombination sinnvoll. Viele Anwohner befürchten nämlich, dass nach Fertigstellung des Steges unterhalb der Lechstaustufe 15 der Verkehr in der Straße Am Englischen Garten deutlich zunehmen werde. In diesem Zusammenhang kündigte OB Lehmann an, diesen Bereich „scharf zu bejagen“. Dabei setzt er auf eine Abschreckwirkung, die anderenorts, etwa beim Klösterl, bereits bestens funktioniert habe. Auch erteilte Lehmann zum wiederholten Mal allen Gerüchten eine klare Absage, dass mit dem Bau der Brücke auch neue Parkplätze in diesem Bereich geschaffen würden. Der von der Versammlung gefasste Vorschlag soll nun von der Verwaltung geprüft werden und bei Realisierbarkeit „unverzüglich, ohne schuldhaftes Zögern“ durchgeführt werden, so Oberbürgermeister Lehmann.

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