Neues Parkkonzept:

Fünf Euro pro Tag

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Besucher des Uttinger Freizeitgeländes werden künftig zur Kasse gebeten. Der Gemeinderat beschloß die Installation von fünf solcher Parkautomaten wie hier an einer Parkbucht des Geländes. Ein Tagesticket wird fünf Euro kosten.

Utting – Bislang konnten sich Besucher des Uttinger Freizeitgeländes, des Hochseilgartens und des Campingplatzes freuen: In den ausgewiesenen Parkbuchten durfte kostenlos geparkt werden und auch beim Bolzplatz und auf einer angrenzenden Grünfläche drückte man beide Augen zu. Das soll jetzt anders werden! In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde einstimmig beschlossen, eine sog. „Parkraumbewirtschaftung“ einzuführen.

Dazu werden fünf Parkschein­automaten aufgestellt, die noch in dieser Saison in Betrieb genommen werden sollen. Jede angefangene halbe Stunde wird 50 Cent kosten, eine Tageskarte fünf Euro. Aber es wird auch eine sog. „Brötchentaste“ für kostenloses Kurzeitparken geben. Wer nur seine Familie zum Baden bringen oder abholen will, kann 30 Minuten gratis parken. Als Muster für die neue Parkgebührenverordnung wurde die Gemeinde Inning herangezogen.

Drei der Parkautomaten in den Buchten gehen heuer ganz sicher in Betrieb, beim Bolzplatz und bei der Grünfläche muss noch mit dem Landratsamt verhandelt werden. Denn laut Bebauungsplan sind diese beiden Flächen nicht als Parkplatz definiert. Man hoffe aber auf eine schnelle Bebauungsplanänderung oder auf eine Befreiung vom Bebauungsplan. Schließlich werde ja nichts verändert und beide Flächen dienen seit Jahren als Parkplätze.

Für die Buchten muss der Pachtvertrag mit der König Ludwig Schloßbrauerei Kaltenberg noch geändert werden, die einen Teil der ausgewiesenen Parkplätze gebaut hat. Die Brauerei ist Betreiber der fußnahen Restauration „Alte Villa“, deren Gäste ebenfalls die Parkplätze im Freizeitgelände nutzen können. Ist das Bürokratische unter Dach und Fach, werden die Parkautomaten von der Weilheimer Firma Bremicker angeliefert und aufgestellt. Die Einrichtung geht sehr schnell, da keine Stromkabel verlegt werden müssen. Die Automaten werden durch im Deckel eingebaute Solarzellen mit Strom versorgt. Die Gehäuse gelten zwar als vandalismus- und einbruchsicher und verfügen über einen eingebauten Tresor, trotzdem schließt die Gemeinde eine Zusatzversicherung für rund 400 Euro pro Jahr ab. Insgesamt gibt die Gemeinde Utting rund 25.000 Euro für Parkautomaten und Hinweisschilder aus, wobei die Beschilderung vom Bauhof durchgeführt wird.

Über das neue Parkkonzept werden Urlauber und Gäste des Campingplatzes nicht gerade erfreut sein. Da das Abstellen eines Pkw innerhalb des Geländes 3,80 Euro pro Tag kostet, haben die meisten ihre Autos zum Nulltarif auf dem Freizeitgelände geparkt. In Zukunft müssen sie fünf Euro pro Tag berappen.

Dieter Roettig

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