Parkplatznot gelindert?

Auf diesem Areal an der Ecke Spitalfeld-/Ziegeleistraße möchte der Landkreis 52 neue Parkplätze für die Beruflichen Schulen Landsberg bauen. Foto: Bauch

Die größte Parkplatznot an den Beruflichen Schulen scheint gelindert, der Landkreis kann die im Zuge der Schulerweiterung geforderten Stellplätze nachweisen. Auf einem langfristig ge­- pachteten Privatgrundstück an der Ecke Spitalfeld-/Ziegeleistraße soll künftig Platz für 52 Autos sein. Der Bauausschuss des Stadtrates gab vergangene Woche Grünes Licht für das Vorhaben.

Laut Bebauungsplan „Ost 1“ muss der Landkreis 236 Stellplätze für die Beruflichen Schulen nachweisen. Wie berichtet, sucht die Kreisverwaltung seit geraumer Zeit nach einer Ersatzfläche für die durch den Erweiterungsbau verdrängten Parkplätze. Ins Auge gefasst hatte man neben der Ostecke des Schulgeländes auch das benachbarte BayWa-Areal. Als am günstigsten realisierbar erwies sich nun aber das Privatgrundstück, mit dessen Eigentümer der Landkreis inzwischen ein „langfristiges Pachtverhältnis“ vereinbart habe. Die Fläche befinde sich direkt gegenüber den Beruflichen Schulen, eine fußläufige Verbindung sei damit gewährleistet. Anzufahren ist die neue Parkplatzanlage, die ohne dauerhafte Versiegelung des Bodens zu realisieren sei, auf Höhe des Getränkemarktes von der Ziegeleistraße. Wohl auch mit Blick auf die nahe Wohnbebauung führt Referatsleiter Michael Menhofer aus, dass die Zufahrt nur während der Schulzeiten, zwischen 7 und 17 Uhr, genutzt werde. Wolfgang Müller, Pressesprecher im Landratsamt, erläutert indes auf Anfrage des KREISBOTEN, dass der Parkplatz laut städtischer Baugenehmigung von 6 bis 22 Uhr genutzt werden dürfe. Das Parken außerhalb dieses Zeitraumes sei durch „wirksame Maßnahmen“ wie Sperrpfosten oder Kette zu verhindern. Menhofer selbst hat die immissionsschutzrechtliche Bewertung des Vorhabens vorge­- nommen, die nachbarlichen Belange seien gesichert. Auch auf Antrag des Landkreises habe die Stadt die Eigentümer direkten Nachbargrundstücke über das Vorhaben benachrichtigt. „Rückäußerungen sind bis dato nicht erfolgt“, berichtet Menhofer. Da besagtes Areal für die 52 Parkplätze nicht mehr im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Ost 1“ liegt, war eine Befreiung erforderlich. Mit Ablauf des Pachtverhältnisses entfällt diese automatisch. Der Bauausschuss votierte einstimmig dafür. „Da werden alle Anwohner dort oben dankbar sein“, kommentierte CSU-Fraktionschef Helmut Weber den Beschluss. Allerdings würden die 52 weiteren Stellplätze immer noch nicht ausreichen, um die Parkplatzproblem an den Beruflichen Schulen aus der Welt zu schaffen.

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