Eurovision Song Contest:

Drei Geistliche für Malmö

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Wollen für Deutschland zum Schlager-Wettbewerb nach Schweden: Abt Rhabanus Petri, Diö­zesanpriester Andreas Schätzle und der Ottilianer Pater Vianney Meister (von links) mit Opernsängerin Mojca Erdmann.

St. Ottilien – Mönchskutten zwischen Glitzerklamotten – auf diesen ungewöhnlichen Anblick können sich die Fernsehzuschauer am 14. Februar freuen. Bei der Vorausscheidung für den Eurovision Song Contest sind „Die Priester“ dabei – mit Pater Vianney Meister aus St. Ottilien.

Der Inernatsleiter aus St. Ottilien macht seit 2011 ge­meinsam mit Abt Rhabanus Petri vom Benediktinerkloster Schweiklberg und dem Wiener Diözesanpriester Andreas Schätzle Musik. Nun wollen sie in die Fußstapfen von Nicole und Lena treten.

Die drei Priester haben inzwischen zwei CDs mit einer Mischung aus Pop und geistlicher Musik veröffentlicht, und dies hoch erfolgreich. Ihr erstes Album, „Spiritus Dei“, verkaufte sich über 100000 Mal. Im Herbst 2012 legten sie mit „Rex Gloriae“ nach, im kommenden Frühjahr ist eine bundesweite Kirchentournee geplant. Und ­­ nun also auch noch die ganz große Bühne des Schlager-Grand-Prix-Vorentscheids. Er findet in diesem Jahr in Hannover vor 11000 Zuschauern in der TUI-Arena statt und wird unter dem Titel „Eurovision Song Contest 2013 – Unser Song für Malmö“ im ARD-Abendprogramm übertragen.

Anders als in den Vorjahren fällt die Entscheidung darüber, wer Deutschland im Mai in Schweden vertritt, nicht im Laufe mehrerer Castingshows, sondern im Rahmen dieser einen Sendung. Allerdings wird es drei getrennte Abstimmungen geben, deren Gesamtergebnis den Sieger bestimmt. Ein Drittel der Stimmen kommt über neun Radiosender der ARD zusammen, darunter Bayern 3. Ein weiteres Drittel der Stimmen ergibt das Votum des Fernsehpublikums, das während der Show per Telefon und SMS abstimmen kann. Das letzte Drittel vergibt eine fünfköpfige Jury aus Unterhaltungs- und Musikexperten.

Mariengesang

Die Idee, einem weltlichen Publikum singende Geistliche zu präsentieren, ist nicht neu. Vor dem deutschen Trio gab es entsprechende Gruppen bereits in Irland und Frankreich. Wie groß die Chancen der Priester beim Eurovisions-Vorentscheid sind, bleibt dennoch abzuwarten. Originalität beweisen sie mit ihrem Titel auf alle Fälle. „Ave Maris Stella“ gilt als einer der bedeutendsten Mariengesänge, der Text stammt aus dem 8. Jahrhundert. Unterstützung erhält das Trio dabei von der professionellen Opernsängerin Mojca Erdmann.

Die Konkurrenz um das begehrte Ticket nach Schweden ist allerdings auch nicht von schlechten Eltern. Die Söhne Mannheims sind dabei, die Newcomer-Band, aus dem Chiemgau LaBrassBanda mit Stefan Dettl und die X-Factor-Finalisten Nica & Joe. Ulrike Osman

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