Neuer Bürgermeisterkandidat der Grünen

Patrick Heißler tritt in Kaufering an

+
Einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten wurde Dr. Patrick Heißler (Mitte) bei „Bündnis 90/Die Grünen“ gewählt. Kauferings 2. Bürgermeisterin Gabriele Triebel gratulierte und von Vorstandsmitglied Tobias Kirchberger (r.) gab es einen Blumenstrauß.

Kaufering – Nun ist es amtlich. Dr. Patrick Heißler wird für „Bündnis 90/Die Grünen“ als Bürgermeisterkandidat in Kaufering ins Rennen gehen. In der Aufstellungsversammlung vorige Woche beim Brückenwirt stimmten die 13 anwesenden Parteimitglieder einstimmig für Heißler. Es war eher eine Formsache, denn Gegen­kandidaten gab es nicht.

Die Wahl eines neuen Gemein­deoberhauptes war erforderlich geworden, weil die bisherige Amtsinhaberin Bärbel Wagener-Bühler nach 13 Monaten ihren Rücktritt ohne Angaben von Gründen erklärt hatte. Die Neuwahl findet am 6. Oktober statt. Seit 2006 lebt Heißler in Kaufering. Er ist verheiratet und hat drei Töchter. In den Marktgemeinderat wurde der promovierte Physiker, der in der Privat­wirtschaft in leitender Position arbeitet, im Jahr 2015 gewählt. „Vom Rücktritt der Bürgermeisterin habe ich auf einer Dienstreise in Tel Aviv erfahren“, erzählte Heißler in seiner Vorstellungsrede. Seine Motivation für die Kandidatur sei durch den Wunsch entstanden, an den gesellschaftlichen Veränderungen aktiv teilzunehmen. Mit seinen Vorgesetzten habe er dieses Thema diskutiert. Die hätten Verständnis für sein Vorhaben geäußert.

„Es gibt viele Themen, die wir anpacken müssen“, meinte Heißler. Wichtig sei für ihn, eine enge Bindung zu den Bürgern aufzubauen und den Austausch mit dem Marktgemeinderat zu pflegen und zu verbessern. Sein besonders Augenmerk will Patrick Heißler auf den sozialen Wohnbau in Kaufering lenken. „Hier brauchen wir Pläne in Zusammenarbeit mit kommunalen Wohnungsbauunternehmen, die langfristig greifen“.

Interkommunal

Stärken will der Physiker die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen und dem Landkreis. Man sei aufeinander angewiesen, wie das Beispiel mit Landsberg bei der Wasserversorgung gezeigt habe. Gedanken müsse man sich auch zusammen mit der Gemeinde Penzing sowie dem Landkreis und der Stadt Landsberg über die Nachnutzung des Fliegerhorstes machen. Sowohl im Verkehrsbereich als auch auf dem Wohnungsmarkt werde sie Auswirkungen auf Kaufering haben.

Die Parteimitglieder stellten Heißler eine Reihe von Fragen; sie wollten wissen, welche Positionen er zu einzelnen Themen vertrete, sei es das Verkehrs- und Energiekonzept oder auch zu besserer Bürgerbeteiligung. Zum Seniorenstift bekannte sich Heißler ausdrücklich. Es sei wichtig, Menschen in ihrem Heimatort unterzubringen. Man könne auch über komplett neue Möglichkeiten nachdenken. Das könne der Bau eines Mehrgenerationenhauses sein oder Modelle wie beispielsweise „Wohnen gegen Arbeit im Haus“. Das sei besonders für ältere Menschen in großen Wohnhäusern interessant.

Kurz und knackig soll der Wahlkampf bei „Bündnis 90/Die Grünen“ für die Bürgermeisterwahl in Kaufering werden. Gabriele Triebel, 2. Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete, versprach Unterstützung. „Wir wünschen uns mehr grüne Politik in Kaufering und vor allem neue Ideen und Visionen“. In dem relativ kurzen Wahlkampf will Heißler möglichst viele Kauferinger Bürger kennenlernen. Für ihn beinhaltet das auch einen „Haustür-Wahlkampf“. Dazu soll es eine Reihe von Veranstaltung geben.

Heißler wird aller Wahrscheinlichkeit gegen Thomas Salzberger von der SPD antreten. Die Aufstellungsversammlung der Genossen findet am morgigen Donnerstag um 20 Uhr im Gasthof „Zur Brücke“ statt. Ob und wen die CSU aufstellen wird, ist noch nicht durchgesickert. Das gilt gleichermaßen für die Kauferinger Mitte. 

Siegfried Spörer

Auch interessant

Meistgelesen

Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
"Das kleine Format": Qualität in der Nussschale
"Das kleine Format": Qualität in der Nussschale
Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Vierbeinern!
Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Vierbeinern!
Sanierung der alten Schule in Hofstetten dauert länger als geplant
Sanierung der alten Schule in Hofstetten dauert länger als geplant

Kommentare