in "Pavillon im Grünen"

So könnte der Neubau des Kinderhauses „Zum Regenbogen“ aussehen, wenn sich der Marktgemeinderat für den Entwurf der Architekten Felix Bembé und Sebastian Dellinger aus Greifenberg ausspricht. Foto: Weh

Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Jürgen Krug hat sein Urteil gefällt: Den Architektenwettbewerb für den Bau des neuen Kauferinger Kinderhauses „Zum Regenbogen“ hat das Architektenduo Felix Bembé und Sebastian Dellinger aus Greifenberg gewonnen. Ihr Entwurf eines eingeschossigen Baukörpers mit einem großzügig dimensionierten Innenhof setzte sich gegen 19 weitere Bewerber durch.

Drei Wertungsdurchgänge und eine fast zwölfstündige Beratungsphase benötigte das Preisgericht – besetzt mit drei Münchner Architekten, die Sachpreisrichter Bürgermeister Dr. Klaus Bühler und Trägervertreter Pfarrer Franz Schaumann sowie sieben sachverständige Berater ohne Stimmrecht, darunter einige Marktgemeinderäte und Vertreter des Kindergartens –, um zu einer Entscheidung zu gelangen. Die fiel letztendlich aber einstimmig zugunsten von Bembé und Dellinger aus. Der zweite Preis ging an das Münchner Architekturbüro „Palais Mai“, der 3. Preis an Neutard Schneider Architekten aus München. „Pavillon im Grünen“ Der mit 7200 Euro dotierte erste Preis belohnt somit einen Entwurf, den das Preisgericht als „Pavillon im Grünen“ bezeichnete. Das eingeschossige Gebäude, „inspiriert vom klassischen, asiatischen Hofhaus“, so die Beschreibung der Architekten Bembé und Dellinger, ist angelegt um einen rund 300 Quadratmeter großen bepflanzten Innenhof, der den Kindern an schönen Tagen als Spielfläche dienen kann. Rund um den Innenhof sind mit einer Größe von jeweils 50 Quadratmetern vier Gruppenräume und zwei Krippenräume sowie ein 60 Quadratmeter großer erweiterungsfähiger Mehrzweckraum angeordnet. Variable Raumanzahl Der vierte Gruppenraum, so die Option der Architekten, ließe sich auch als überdachter Spielraum dem Außenbereich zuordnen. Damit wurde das Architektenduo der Vorgabe von Seiten der Marktgemeinde gerecht, für drei bis vier Regelgruppen zu planen. Wie viele Gruppenräume benötigt werden, entscheidet die Gemeinde bei der Ausschreibung. Alle Aufenthaltsräume haben einen direkten Zugang zu den Freiflächen, in denen der schützenswerte Baumbestand erhalten bleiben soll. Dass auch die Garderoben direkt an die Freiflächen angebunden sind, beurteilte das Preisgericht als sehr positiv. Erschlossen wird das eingeschossige Gebäude von Westen her, also von der Frühlingsstraße. Endgültig? Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Jürgen Krug empfiehlt nun dem Marktgemeinderat die Architekten Bembé und Dellinger mit der weiteren Bearbeitung des Entwurfs zu beauftragen. Allerdings sollte nach Meinung der Experten der Baukörper um die Südwestecke noch leicht gedreht werden, „um die Zugangssituation von Norden großzügiger gestalten.“ Sollte es zu einem Kindergarten mit nur drei Gruppen kommen, rät das Preisgericht, anstelle der überdachten Freispielfläche zu „einer weniger tiefen und stattdessen breiteren Ausführung des Krippentraktes, um die klare Form des Baukörpers zu erhalten.“ Ob der Neubau des Kinderhauses „Zum Regenbogen“ diesem Entwurf entsprechen wird, darüber muss das Gremium nun in einer seiner nächsten Sitzungen entscheiden.

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