Nur das Penaltyschießen stoppt den EVL 2000

Der Aufwärtstrend beim EVL 2000 hält weiter an. Am Wochenende hat die Mannschaft von Marian Hurtig vier von sechs möglichen Punkten geholt und schob sich damit bis auf drei Zähler an den drittplatzierten EC Peiting heran. Während am Sonntagabend die Tölzer Löwen am Hungerbachweg Federn lassen mussten, wurde der EVL am Freitag bei den Passau Black Hawks erst im Penaltyschießen bezwungen.

Das Spiel in Passau begann turbulent. Nicht einmal sechseinhalb Minuten waren vorbei, da stand es schon 2:2. Benjamin Barz brachte den EVL in Führung (in der 3. Minute), nachdem die Hausherren nach einem Unterzahlspiel die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone brachten. Doch auch bei den Landsbergern war Tag der offenen Tür. Innerhalb von nur 13 Sekunden stand es nach Treffern von Daniel Bucheli und John Sicinski 2:1 (7.). „Wir haben uns bei den Gegentoren einfach nicht clever genug angestellt“, meinte Verteidiger Sebastian Wolsch hinterher. Aber auch die Passauer verteilten laut ihrem Trainer Klaus Feistl „schon etliche Geschenke“. Wie der erneute Ausgleich zum 2:2, als Black Hawks Goalie Daniel Huber einen Schuss von Fabian Krull ins eigene Tor lenkte (7.). Dennoch gingen die Niederbayern mit einer Führung in die Kabine. Daniel Bucheli hatte knapp zwei Minuten vor Drittelende mit einem Schuss ins kurze Eck das 3:2 besorgt (19.). Im zweiten Abschnitt ging der Schlagabtausch weiter. Erst drosch Sebastian Wolsch die Scheibe zum Ausgleich ins Tornetz (27.), dann besorgte Oldie Derek Switzer gut zwei Minuten später sogar die Landsberger Führung. Aber auch sie sollte nicht lange halten. Daniel Bucheli mit seinem dritten Treffer (31.) und Bastian Werner mit einem schnellen Angriff über links sorgten für das 5:4 für Passau nach dem Mitteldrittel. Auch in den letzten 20 Minuten gab es Chancen hüben wie drüben. Dem EVL schien die Zeit davon zu laufen, bis doch noch Mister Zuverlässig Alexander Thiel zuschlug. In der 54. Minute reagierte der 18-Jährige am schnellsten und machte mit seinem zehnten Saisontor den 5:5-Ausgleich. Trotz bester Möglichkeiten in der Verlängerung brauchte es das Penaltyschießen. Für den EVL traf nur Derek Switzer, für Passau Daniel Bucheli und John Sicinski zum 6:5-Endstand. Hartes Spiel Etwas weniger Tore, dafür mehr Härte sahen die gut 1000 Fans am Sonntag beim Spiel gegen die Tölzer Löwen. „Die haben clever und hart gespielt“, zollte Marian Hurtig den Gästen Lob. Tatsächlich hatte der EVL mehr Schwierigkeiten als ihm lieb war. Und das obwohl Thorsten Rau früh das 1:0 (4.) geschossen hatte. Spielerisch waren die Landsberger zwar überlegen, aber in Tore konnten sie das gegen die konsequent auf den Mann spielenden Tölzer ummünzen. Anders im zweiten Drittel. Dort drückten die Kurstädter zwar weiter aufs Tempo, die Tore machte aber der EVL. Michal Kapicka aversierte zum Matchwinner, als er 23 Sekunden nach Wiederbeginn erst das 2:0 und dann in Überzahl auch noch das 3:0 (32.) besorgte. Die Null hätte auch noch nach 40 Minuten gestanden, wären die Landsberger in eigenem Powerplay in einen Konter gelaufen. Josef Kottmaier besorgte damit nach 35 Minuten das 3:1.Als dann Derek Switzer mit einem schön herausgespielten Treffer in Überzahl dann aber das 4:1 besorgte (51.), war die Partie gelaufen. Allerdings wurde es dann erst so richtig hektisch. Nach einem Check des EVL-Oldies blieb der Tölzer Florian Strobl verletzt auf dem Eis liegen. Daraufhin ging Strobls Teamkollege Andrew Eastman auf Switzer los, was in einer wüsten Prügelei endete. Beide wurden Referee Robert Vozar vom Eis geschickt. Allerdings hagelte es für den Landsberger Stürmer eine Matchstrafe. „Ich denke, er wird drei Spiele Sperre bekommen“, mutmaßte Trainer Marian Hurtig, der die Aktion seines Spielers verteidigte. „Er muss sich ja irgendwie verteidigen“. Switzers Teamkameraden blieben unbeeindruckt: allen voran Martin Hoffmann, der die Scheibe in Überzahl zum 5:1 in die Maschen hämmerte (54.). Für den letzten Treffer sorgten dann die Tölzer durch Peter Lindlbauer 50 Sekunden vor Schluss. Schlagerspiel Am Wochenende warten auf den EVL zwei dicke Brocken: Zunächst der Tabellenzweite nach Dortmund, am Sonntag kommt es in Landsberg um 18 Uhr zum ewig jungen Schlagerspiel gegen die Starbulls Rosenheim.

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