Nur ein Zwischenstopp

Dienstschluss in Afghanistan

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Traditionell spritzt die Fliegerhorstfeuerwehr in Penzing ein großes „Wassertor“, durch das die Transall bei ihre Ankunft rollt.

Penzing – Dienstschluss in Afghanistan: Die Transalls des Lufttransportgeschwaders 61 in Penzing haben ihren ständigen ISAF-Einsatz beendet und sind an ihren Heimatstandort zurückgekehrt. „Ich bin auch persönlich sehr froh, dass wir den langen Einsatz jetzt beenden können und Sie alle wieder wohlbehalten zurück sind“, sagte Oberst Markus Bestgen beim Willkommensempfang der Besatzung direkt an der Transall.

Wenige Augenblicke zuvor landete die Transportmaschine mit dem aus Hitzegründen hell bemalten Cockpit und der weiß-blauen Rautenfahne, die der Ladungsmeister aus der Dachluke streckte, auf dem Landsberger Fliegerhorst in Penzing. Zwei Löschzüge der Fliegerhorstfeuerwehr spritzten mit ihren Wasserwerfern einen großen Bogen, durch den die Transall rollte und begrüßten so die Besatzung. Natürlich war das viel zu wenig Wasser, um den Sand und Staub des afghanischen Hochlandes gänzlich von der Maschine zu spülen.

Vier Transalls aus den Lufttransportgeschwadern Penzing, Hohn und Wunstorf waren seit Beginn des ISAF-Einsatzes der Bundeswehr vor knapp 13 Jahren dauerhaft in Termez (Usbekistan) stationiert. Mit „zuneh­mender Sicherheitslage“ operierten die Transalls später von Mazar e Sharif (Afghanistan) aus. Deren Aufgabe war es, einen geschützten Lufttransport von Personal und Material innerhalb des Einsatzgebietes sicherzustellen. Präsidenten, Bundeskanzler, Minister und viele andere Politiker nutzen bei ihren Besuchen die Transall, nachdem weder der Airbus der Bundesregierung noch andere zivile Flugzeuge über Selbstschutzeinrichtungen gegen Raketenbeschuss verfügen.

Viel Zeit zum Verschnaufen in Penzing bleibt nicht, denn für die Lufttransporter steht bereits der nächste größere Einsatz an: im Rahmen der Ebola-Hilfe werden bis auf weiteres zwei Transalls in Dakar (Senegal) statio- niert. Weniger wegen einer unmittelbarer Bedrohung der Lufttransporte seien die Transalls dort gefragt, als vielmehr wegen der Robustheit, die ein Einsatz in abgelegenen Wüstenregionen bei Sand und Hitze von Personal und Material erfordert.

Max-Joseph Kronenbitter

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