Perfekter Abschied

Es dauerte gerade einmal 19 Sekunden, da hatte HCL-Stürmer Christoph Hicks den Puck schon ins Tornetz der Hohenfurcher befördert. Foto: Krivec

Der SV Hohenfurch war am vergangenen Samstag nicht zu beneiden: Die Amateurtruppe, die sich seit mehr als 20 Jahren teilweise unter freiem Himmel tapfer mit viel Idealismus in der Bezirksliga behauptet, musste beim HC Landsberg antreten, der sich an diesem Abend etwas ganz Besonderes vorgenommen hatte. Die Riverkings traten mit einer legendären Aufstellung an, die es so wohl in Landsberg nicht mehr geben wird und schickten vor rund 200 Zuschauern die Gäste mit 14:0 (3:0, 8:0, 3:0) nach Hause.

In der ersten Angriffsreihe traten neben Roland Hanemann auch Jojo Hicks (aus Berlin angereist) und Christoph Hicks (nach schwerer Handverletzung zurückgetreten) vermutlich ein letztes Mal zusammen an. In der Verteidigung konnte man erneut Ex-Nationalspieler Alex Wedl aufbieten. Nachdem man sich in Oberstdorf vorzeitig Platz eins der Liga gesichert hatte, war klar, dass die Partie vorwiegend dazu dienen würde, Christoph Hicks noch einmal ein Tor aufzulegen. Das funktionierte dann praktisch filmreif. 3:0 hieß es nach dem ersten Drittel, alle drei Tore gingen auf das Konto der Landsberger Eishockey-Legende – jedesmal hatte Hanemann, der an diesem Abend wie entfesselt aufspielte, mehr als uneigennützig zurückgelegt, zweimal war Jojo Hicks als Vorlagengeber dabei. Der erste seiner allesamt sehenswerten Treffer gelang Christoph Hicks schon nach 19 Sekunden Spielzeit, worauf HCL-Trainer Topi Dollhofer voller Respekt seinen Xaver-Unsinn-Gedächtnis-Hut auf das Eis warf. Im zweiten Drittel wurde es für die Gäste dann richtig hart. Natürlich durfte Christoph Hicks auf Vorlage von Hanemann und Jojo Hicks wieder treffen (31.), aber auch Ville Dollhofer (2), Ali Endres (2), Ferdinand Speckamp, Michael Hess und Christian Geuß lochten ein und machten das Torfestival für die Riverkings schon nach 40 Minuten perfekt. Endres' Treffer zum 10:0 in den Winkel war ebenso gewohnt knallhart wie sein Schuss beim Aufwärmen, mit dem er eine Scheibe hinter dem Tor in Trümmer schoss (was dazu führte, dass die Partie erst 30 Minuten später angepfiffen werden konnte). Im Schlussdrittel nahmen die Gastgeber verständlicherweise den Fuß ein wenig vom Gas, zweimal Pepe Klemm und Michael Hess trafen noch zum Endstand von 14:0 und beendeten damit das gelungene Eishockey-Fest der Riverkings, bei dem sich die Gäste aus Hohenfurch bemerkenswert fair und sportlich verhielten. In den kommenden drei Wochen wird dem HCL der Wind aber deutlich rauer um die Nase wehen. Am Freitag tritt man in Pegnitz vermutlich in kleiner Besetzung im Bayernkrug-Halbfinale an, das Rückspiel findet bereits einen Tag später (Samstag, 18.30 Uhr) in Landsberg statt (bei Vorlage des Coupons aus dieser Ausgabe des KREISBOTEN übernimmt Pio's Sportshop die Eintrittskosten für alle Zuschauer). Eine Woche später geht es gegen Bad Kissingen (Heimspieltermin noch offen) um den Einzug in das Finale um die Meisterschaft der vier Bezirksligen.

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