Perfekter Auftakt

Marc Hemmerich (EVL) zeigte am Wochenende gegen Passau vollen Einsatz. Foto: Krivec

Es waren zwei Spieltage wie aus dem Poesiealbum: „Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Sechs-Punkte-Wochenende her“. Es waren die ersten beiden glatten Siege binnen zwei Tagen, seitdem Dave Rich Trainer des EV Landsberg ist, und sie fielen auch noch deutlich aus. 7:2 (2:0, 3:0, 2:2) schickte man am Freitag die Passau Black Hawks nach Hause, am Sonntag deklassierte man denselben Gegner in dessen Halle dann gleich mit 8:2 (3:1, 3:1, 2:0). Der Kampf um Platz acht ist neu eröffnet, auch wenn Rich warnt: „Da brauchen wir immer noch Hilfe der anderen Mannschaften.“

Die Rechnung, die der Kanadier aufmacht, ist schlüssig. „Unsere direkten Konkurrenten spielen in der anderen Zwischenrunden-Gruppe gegeneinander, damit macht mindestens einer von ihnen mindestens drei Punkte. Damit ist unser Rückstand in der Tabelle zwar bei vier Punkten, in Wirklichkeit sind es aber schon sieben.“ Das soll die Leistung seiner Truppe aber ebenso wenig schmälern wie die Tatsache, dass Passau, vielleicht auch angesichts des so gut wie gesicherten fünften Platzes, in den beiden Duellen gegen den EVL indiskutabel auftrat. Doch schwache Gegner hatte man in dieser Saison schon des öfteren, aber mit der Torausbeute haperte es dann doch meist eklatant, so zuletzt auch gegen Regensburg. Diesmal schlug es hinter den Passauer Torhütern Englbrecht (war am Freitag völlig von der Rolle) und Huber (war am Sonntag völlig von der Rolle) ein ums andere Mal ein, obwohl die Black Hawks im Heimspiel im zweiten Drittel ein Schussverhältnis von 18:10 vorzeigen konnten. Kontern und schießen Ausgerechnet die defensivere Ausrichtung, die die Landsberger seit einigen Wochen pflegen, trug einen großen Teil zum offensiven Torfeuerwerk bei. Dass die Torwartposition bei den Niederbayern nicht eben herausragend besetzt ist, war schon in den Begegnungen zuvor klar geworden, so verordnete Rich seiner Truppe ein klares Konzept und ließ das in der vergangenen Woche auch so trainieren. „Wir müssen hinten gut stehen und dann kontern und schießen, schießen, schießen, auch von außen. Und wir brauchten mehr Leute vor dem gegnerischen Tor, um die Abpraller zu nützen, die wir sicher bekommen würden. In dieser Liga gibt es keinen überragenden Torhüter, die 50 Besten spielen in der DEL oder der 2. Liga.“ Gesagt, getan, so auch in Passau. „Die sind gegen eine Mauer gelaufen und wir haben unsere Konter endlich auch einmal genutzt. Wir haben in dieser Saison oft pro Spiel ein oder zwei billige Tore kassiert, diesmal war es bei Passau so.“ Erfreulich auch, das Maaßen (4 Tore) und Bigam (3) am Wochenende zwar herausragten, daneben aber auch Meier, Michl, Barz, Thiel, Neuert, Bacek, Brenninger und Anderson trafen. Für den Trainer war dies nicht wirklich eine Überraschung. „Wir sind ein ganz anderes Team als zu Beginn der Saison. Wir haben Verstärkung im Tor, in der Verteidigung und durch Neuert bekommen, Bacek hat jetzt sehr gut nach hinten gearbeitet. Und selbst wenn sich einige Leistungsträger für einen anderen Verein empfehlen wollen, muss ihnen klar sein, dass ihr neuer Trainer als Erstes bei mir anrufen wird. Das habe ich allen gesagt und so haben wir diese Woche auch gearbeitet.“ Freitag ist spielfrei In dieser Woche wird die Arbeit nicht ganz so hart ausfallen, Regeneration ist angesagt. Es wird nur am Dienstag und Donnerstag trainiert, am Freitag hat die Mannschaft spiel- und trainingsfrei, während sich der Trainer ein Spiel eines Konkurrenten ansehen wird. Am Sonntag geht es dann zum Auswärtsspiel nach Peiting, das nächste Heimspiel steht am Freitag, 18. Februar, gegen Bad Tölz an.

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