Viel Geld für den Pfarrgarten

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Soll genauso repräsentativ werden wie das Gebäude selbst: der Garten vom neuen Rathaus im Kinsauer Pfarrhof.

Kinsau – Bei der Pfarrhofsanierung kommen jetzt noch einige Kosten auf die Gemeinde Kinsau zu: für Gartengestaltung, -beleuchtung und Computerausstattung sind noch über 180.000 Euro aus der Gemeindekasse zu begleichen.

Das Gebäude ist längst eingeweiht, seit Monaten tagt der Kinsauer Gemeinderat schon drin. Doch das Grundstück sieht noch etwas wüst aus. Dass der Garten des neue Rathaus im alten Pfarrhofs genauso herrschaftlich wie das sanierte Gebäude werden sollte, war bei der Planung von Anfang an klar. „Das soll schließlich ein Aushängeschild werden“, sagte Bürgermeister Marco Dollinger.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde nun über die Vergabe der Außenanlagen entschieden. Als günstigster von sechs Anbietern hatte sich die Firma Kölbl gezeigt: Für Tiefbauarbeiten und Landschaftsbau im Pfarrgarten setzt das Unternehmen aus Wessobrunn rund 175.000 Euro an. Zusätzlich kämen, so Dollinger, noch 6.000 Euro für die Außenbeleuchtung dazu – in Summe betragen die Kosten für die Außenanlagen also rund 181.000 Euro. Er habe bereits mit dem Architekten telefoniert: Dieser habe laut Dollinger das Angebot durchgerechnet, es passe alles.

Hört sich nach einer Menge Geld für einen Garten an, aber immerhin: Damit liegen die Kosten deutlich unter den 200.000 Euro, die vorher bei der Planung kalkuliert worden waren. Daher stimmte der Gemeinderat einstimmig für das Angebot.

Sobald die Witterung es zulässt, soll nun unverzüglich mit den Arbeiten begonnen werden. Dollinger rechnet dabei mit etwa sechs Wochen Baustelle. Für Veranstaltungen sei dies jedoch kein Hindernis, da ja auf der Kirchenseite ein zweiter Eingang zur Verfügung stehe.

Ein weiterer Kostenfaktor, der in der Sitzung besprochen wurde: die Computeranlage im neuen Rathaus. Hier sollen ein neues Gerät für Gemeindesekretärin Martha Besel, ein Beamer für den Sitzungssaal sowie ein Laptop für Bürgermeister Dollinger angeschafft werden, „damit ich von unterwegs E-Mails checken und arbeiten kann“, so Doillinger. Er habe sich im Vorfeld bei einem Schongauer Büroausstatter das Angebot angeschaut. Dollingers Urteil: „Eine wirklich hochwertige Anlage“. Insgesamt werden für die neue Computerausstattung knapp 6.000 Euro fällig. Auch diese Ausgabe segnete der Gemeinderat einstimmig ab.

Beamer für alle?

Von Dieter Doppelberger kam noch die Nachfrage, ob der neue Beamer eventuell für andere Gemeindeinteressen wie etwa Filmabende oder Schulungen verwendet werden könne. Dollinger bedauerte: „Leider nein. Der Beamer wird hier im Sitzungssaal fix installiert.“ Aber es gäbe ja auch noch den Beamer im alten Sitzungssaal, der stünde für solche Zwecke gerne zur Verfügung.

Klaus Mergel

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