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Feuerwehr wird jünger und weiblicher

Pfiffige Werbeaktion sorgt für Nachwuchs bei den Kauferinger Floriansjüngern

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Die Zahl der Brandeinsätze bei Kauferings Feuerwehr hat sich im letzten Jahr verdoppelt. Hilfreich war, dass 2018 sechs neue Atemschutzgeräteträger ausgebildet worden waren. Unser Foto zeigt die Feuerwehr bei einem Einsatz am Ahornring.

Kaufering – Die freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde wird jünger und weiblicher. Diese Feststellung traf Bürgermeisterin Bärbel Wagener-Bühler in ihren Grußworten auf der Jahreshauptversammlung. Für Kommandant Markus Rietig ist aber eine andere Zahl mindestens genauso wichtig. Mit pfiffigen Werbeaktionen ist es Rietig und seinen Mannen und Frauen gelungen, wieder mehr Nachwuchs zu gewinnen. Insgesamt weist die Statistik unter Einschluss der Jugendfeuerwehr 96 aktive Mitglieder aus. Das sah vor einem Jahr noch ganz anders aus. Damals näherte sich die Zahl der aktiven Mitglieder bedenklich einem Minimum. Sogar das Szenario einer teuren Berufsfeuerwehr stand im Raum.

Auch die Altersstruktur hat sich nach den Worten von Markus Rietig stark verbessert. Aus der Jugendfeuerwehr wurden sechs Übernahmen verzeichnet. Weitere fünf Männer traten im Laufe des Jahres der Truppe bei. Zur Jugendfeuerwehr meldeten sich 13 Mädels und Buben an. Gina Linhard gab als stellvertretende Jugendleiterin einen bebilderten Überblick über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr.

Kauferings Feuerwehr musste im letzten Jahr zu 121 Einsätzen ausrücken. Auffällig ist die Zunahme bei den Brandeinsätzen. Waren es 2017 insgesamt 17 Brände, schlugen im letzten Jahr den Feuerwehrleuten 36 mal die Flammen entgegen. Dafür sank die Zahl der technischen Hilfeleistungen von 93 auf 66 Einsätze. Zehn Sicherheitswachen und acht sonstige Einsätze stehen im Logbuch der Feuerwehr. Erfreulich ist, dass es im letzten Jahr nur einen Fehlalarm gab. Im Jahr davor waren es acht Fehlalarmierungen.

So mancher Einsatz bleibt den Feuerwehrleuten im Gedächtnis. Bei einem Wohnhausbrand stießen die Floriansjünger im Keller auf Würgeschlangen. Auch die Alarmierung zu Verkehrsunfällen ist manchmal ein Problem, weil die Feuerwehr nicht weiß, was sie erwartet. So wurde im Januar 2018 ein Unfall gemeldet, an dem fünf Fahrzeuge beteiligt waren. Wie sich dann herausstellte, war eine Jugendfußballmannschaft zu einem Turnier nach Kaufering unterwegs. Die Fahrer der Mannschaft produzierten einen klassischen Auffahrunfall, der zum Glück ohne größere Personenschäden blieb. Oft müssen die Einsatzleiter schnelle Entscheidungen treffen. So geschehen bei einem Fall im Sommer, wo versehentlich ein Kleinkind ins Auto eingeschlossen wurde. Obwohl der Autoschlüssel schon unterwegs war, traf der Einsatzleiter die Entscheidung, die Scheibe einzuschlagen und das Kind zu befreien. Im Auto soll es schon ganz schön heiß gewesen sein, berichtete Markus Rietig.

Ein klares Bekenntnis zur Feuerwehr gab es von Bürgermeisterin Bärbel Wagener-Bühler. 451.000 Euro seien im letzten Jahr in die Feuerwehr investiert worden. Die Rathauschefin berichtete dann kurz über das mit Spannung erwartete Ergebnis der zweiten Sitzung der Feuerwehrkommission zum Neubau/Sanierung des Feuerwehrgebäudes. Das Ergebnis sei „grandios“, lobte die Rathauschefin. Die Kommission hatte sich festgelegt, dass das Gebäude auf mindestens 120 Feuerwehrleute ausgelegt werden soll. Eine Tiefgarage soll es nicht geben, was erheblich Kosten spart. Eine klare Mehrheit gab es auch dafür, dass die drei landkreiseigenen Abrollcontainer in Kaufering bleiben. Das war von einzelnen Ratsmitgliedern kritisiert worden.

„Diese Eckpunkte brauchen wir, um vernünftig weiter planen zu können, nämlich einmal die Variante Sanierung/Erweiterung im Bestand und einmal die Variante eines Neubaus“, betonte die Bürgermeisterin. Am Ende würden dann die Kosten entscheiden. Nun ist Kauferings Marktgemeinderat am Zug. Bärbel Wagener-Bühler hofft, dass der Marktgemeinderat den Empfehlungen der Kommission folgen wird. Zeit sei es, denn das Thema gäre schon viel zu lange.

Siegfried Spörer

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