Konzeptionelle Ideen:

Neue Position für den neuen Lechsteg

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Nach „Variante 4“ der Bürgergruppe würde der neue Lechsteg an der Süd-West-Ecke der Lechturnhalle aufschlagen. Die roten Pfeile markieren das Bewebungsprofil der Fußgänger, die blauen das der Radfahrer.

Landsberg – Die Konversion des Pflugfabrik-Geländes ist das wichtigste Projekt in Landsberg seit langem und entsprechend Viele sollen mitreden: Investor, Stadtrat, Planer, Verwaltung, Bürgergruppe und -werkstatt, Gestaltungsbeirat – und zum Schluss landet alles in der gemeinsamen Lenkungsgruppe. Wer dabei Bürokratie, Ineffizienz und Interessenkollisionen befürchtet hatte, sieht sich bisher eines Besseren belehrt. So hat die Bürgergruppe nach umfangreichen Vorarbeiten, Gesprächen und Befragungen jetzt einen exakt ausgearbeiteten Vorschlag zu einer kulturellen Mit-Nutzung des Geländes und für Varianten zum neuen Lechsteg ausgearbeitet und veröffentlicht.

Zum Steg hat die Initiative eine eindeutige Rückmeldung aus der Bevölkerung erhalten: Die Landsberger wollen mehrheitlich nicht, dass das Bauwerk auf dem Inselbadgelände anschlägt. Zwei neue Vorschläge des Planungsbüros „morpho-logic“, die weiter nördlich liegen und den nötigen Weg zwischen Turnhalle und Gymnasium durchzuführen, sehen dagegen nach Recherchen der Bürgergruppe Schule, Landratsamt und Stadtverwaltung aus rechtlichen und praktischen Gründen kritisch.

Die Bürgergruppe hat nun eine „Variante 4“ erarbeitet, die sie inklusive detaillierter Unterlagen als offiziellen Vorschlag an die Lenkungsgruppe gibt. Demnach soll der Steg nördlich außerhalb des Inselbades bleiben, aber auf dem Schulgelände lediglich ein Weg für Fuß- gänger geöffnet werden (siehe Grafik).

Die Radler sollen über Infanterieplatz oder Sandauer Straße die Altstadt erreichen. Auf der Westseite spricht man sich klar für den Plan von morpho-logic aus, den Steg in einer Linie in den künftigen Boulevard durch das Konversionsgelände weiterzuführen.

Mindestens genauso viel Arbeit hat die Gruppe bereits beim Thema Kultur geleistet, da dies in Befragungen und Gesprächen mit den Bürgern immer wieder „gezielt genannt“ worden sei. Über 30 Vereine, Kulturschaffende und Institutionen haben Bedarf an Räumlichkeiten angemeldet, die Bürgergruppe hat mit ihnen Kernpunkte ausgearbeitet. So fehle ein „multifunktionaler, teilbarer Veranstaltungsraum“, der für 100 bis 600 Personen geeignet sei. Dafür komme die Alte Schmiede, aber auch andere Gebäude auf dem Gelände infrage. Außerdem wünschen sich die Interessenten temporäre und fixe Ausstellungsräume, Arbeits- und Probenräume, Büros und Ateliers sowie Freiflächen.

Obwohl man naturgemäß im derzeitigen Stadium noch nicht in die Details gehen will, hat man auch schon erste Quadratmeterzahlen und Gesamtumfänge ermittelt. So wären nach dieser Wunschliste insgesamt 1,8 bis 2,9 Prozent der Gesamtfläche für die kulturelle Nutzung nötig – das entspräche etwa der Fläche der Alten Schmiede.

Christoph Kruse

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