Urbanes Leben am Papierbach

"Mit den Bürgern geht’s besser!"

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Bernd Schwarz, Thomas-Andreas Frank und Wolfgang Hauck sind Delegierte in der vom Stadtrat eingesetzten Lenkungsgruppe „Urbanes Leben am Papierbach“

Landsberg – „Mit den Bürgern geht es besser!“ Das war Titel des jüngsten Themenabends der „Bürgergruppe Urbanes Leben am Papierbach“. Mit Prof. Dr. Hilmar Sturm, Fachmann für Bürgerbeteiligung aus München, überlegte man, welche Bürgerbeteiligung für die Planung rund um die frühere Pflugfabrik geeignet ist.

Bringt seine Erfahrung auch in die „Bürgergruppe Urbanes Leben am Papierbach“ ein: Prof. Dr. Hilmar Sturm, Fachmann für Bürgerbeteiligung aus München.

Mit guten Beteiligungsverfahren sei es, so Sturm in seinem Referat, etwa in Bremen gelungen, ein marodes städtisches Schwimmbad günstiger zu sanieren als gedacht, und das so, dass es mehr biete als geplant. Auch in Landsberg verspricht man sich viel von gemeinsamen Entwicklungen. Einerseits sollen die Bürger informiert werden, andererseits sollen sie auch die Möglichkeit haben, Vorschläge zu machen und die aktiven Planungen der Stadt und Eigentümer (ehret+klein) zu begleiten. Geplant ist, deren Entwürfe auszustellen und dabei Kommentare, Wünsche und Ideen der Besucher zu erfassen. Damit aber alle Bevölkerungsschichten mitmachen, bietet es sich zusätzlich an, Lechstädter in einem Zufallsverfahren auszuwählen und gezielt einzuladen. Dabei genüge es, wie die Bürgergruppe jetzt in einer Presseinformation bekannt gab, „30 bis 50 Personen“ zu gewinnen, denn „es geht um die Vielfalt“. Ihnen solle ein sehr strukturiertes, konzentriertes Arbeiten ermöglicht werden, um ihre Meinung einzuholen. Sehr gute Erfahrungen habe Prof. Sturm damit bereits in München mit dem Kunstareal gemacht.

Die laufende Arbeit der Planungsbüros wie auch die Bürgerbeteiligung baut auf der bisherigen Arbeit der „Bürgergruppe Urbanes Leben am Papierbach“ auf. Diese wurde, wie im KREISBOTEN berichtet, von der Stadt ins Leben gerufen, um die Planung für die frühere Pflugfabrik zu begleiten, insbesondere um Bürgerpanel und Aktionstage zu organisieren und aufzubereiten. Ergebnisse daraus liegen bereits vor und sind teilweise in das „Teilraumgutachten Katharinenvorstadt“ eingeflossen, das nun die Grundlage für einen Rahmenplan wird. Nun gelte es, den Prozess aus den anliegenden Bedürfnissen mit weiteren Aktionen und Methoden zu begleiten.

„Die Bürgergruppe sieht sich als kritischer Begleiter des Prozesses und Anreger der Bürgerschaft“, betont Bürgergruppensprecher Bernd Schwarz. Sie verfolge keine eigenen Interessen und sei unabhängig. „Wir haben uns Transparenz und Bürgerbeteiligung in der Stadtplanung von Landsberg auf die Fahne geschrieben.“

Schwarz sowie Wolfgang Hauck und Thomas-Andreas Frank sind Delegierte in der vom Stadtrat eingesetzten Lenkungsgruppe „Urbanes Leben am Papierbach“ und wollen die Bürgerbeteiligung auf eine breite Basis stellen. Sie sehen mit den Gruppenmitgliedern den Infoabend mit Prof. Sturm als Start, die Landsberger Bürger in die Abläufe zur Planung des Pflugfabrik-Areals intensiv einzubeziehen. Die Anregungen sollen in den nächsten Wochen umgesetzt werden.

Die drei Delegierten

• Bernd Schwarz ist Sprecher der „Bürgergruppe Urbanes Leben am Papierbach“. Er lebt seit 2008 in Landsberg und war schon bei den Bürgerbeteiligungen Hauptplatz und Lechsteg aktiv. Er war verantwortlich in in- ternationalen Werbe- agenturen im In- und Ausland, zuletzt als Senior Manager Marketing und Werbung in einem deutsch-ame- rikanischen Industrieunternehmen, tätig. Zu seinem Engagement in der Bürgergruppe meint er: „Ich liebe Landsberg, setze mich für ein schönes Pflugfabrik-Areal ein und möchte die Landsberger Bürger einladen, sich intensiv am Prozess zu beteiligen“.

• Wolfgang Hauck kam vor zwei Jahren zur Bürgergruppe, um den Blickwinkel der Kultur einzubringen. Er wohnt seit 1991 in Landsberg und ist als Leiter des Theaters „Die Stelzer“ bekannt. Im Bereich der bildenden Kunst engagiert er sich in der kulturellen Jugendbildung und hat Projekte wie die Ausstellung des Neuen Stadtmuseums „Typisch Landsberg“ begleitet. Im vergangenen Jahr hat er den Kulturverein „dieKunstBauStelle“ initiiert. Hauck meint zu seinem ehrenamtlichen Einsatz: „In dem Areal der Pflugfabrik liegt ein einmaliges Entwicklungspotential. Landsberg kann seine städtische Zukunft wie nie zuvor direkt und besonnen gestalten. Da ist es für mich selbstverständlich, mit Rat und Tat mitzuhelfen, damit auch für die nachfolgenden Generationen die Stadt ein Ort des Zuhauseseins und Lebens ist.“

 • Thomas-Andreas Frank ist geborener Landsberger und lebt seit 2008 wieder in seiner Heimatstadt. Im Frühjahr ’13 wurde er in die Bürgergruppe aufgenommen. Er engagierte sich bei der „AG Innenstadt“ und nahm als Vorbereitung für die Stadtpolitik 2014 an der Initiative „Guter Rat“ von landsbergblog und KREISBOTE teil. Als angehender Wirtschaftsmediator in Bereichen des Bauwesens bringt er seine umfangreichen Kenntnisse und Erfahrungen in die Arbeit der Bürgergruppe ein. 2012 erkundete er praxisnah mit der Initiative „Der Landsbürger“ mit einem Elektromobil den aktiven Einsatz im Innenstadt-Verkehr. Frank sagt zu seinem ehrenamtlichen Einsatz: „Mein Interesse an der aktiven Mitarbeit zielt darauf ab, in unserer schönen Stadt die unterschiedlichsten Interessen und Meinungen zu einem Thema zu hören, aktiv aufzugreifen und für die unterschiedlichen Gremien zur Aufarbeitung vorzubereiten, um eine sachlich fundierte und gute Entscheidung auf breiter Basis der Bürgerschaft vorzubereiten!“

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