Philipp Lahm Schultour

Tipps von Philipp

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Was soll der ideale Freund für Eigenschaften haben? Bei der Philipp Lahm Schultour dürfen die Schüler der Johann-Winklhofer-Realschule sich genau den selber bauen – aus bunten Luftballons, die für verschiedene Eigenschaften stehen.

Landsberg – Was bedeutet Beweglichkeit? Zum Beispiel ein Geldstück in ein Sparschwein werfen zu können. Mit dicken Handschuhen gar nicht so einfach. Die Fünftklässler der Johann-Winklhofer-Realschule (JWR) in Landsberg erfahren so, wie zum Beispiel körperliche Schäden bei älteren Menschen den Alltag einschränken. Bewegung als Prävention ist dabei nur ein Teil der Philipp Lahm Schultour, bei der die Philipp Lahm Stiftung für Sport und Bildung zusammen mit der AOK Bayern Wissen zum Thema Gesundheit spielerisch mit Schülern erarbeitet. Dabei hilft natürlich auch der Münchener Fußballstar Lahm. Per Videobotschaft.

Ein weiterer Schwerpunkt der dieses Jahr neu gestarteten Initiative ist Ernährung. Was steht ganz oben in der Ernährungspyramide? Und was gehört zum einheimischen Obst und Gemüse? Die Schüler dürfen mit Augenbinde Verschiedenes probieren: „Die Birne habe ich nicht sofort erkannt, die gibt es bei uns zuhause nur sehr selten“, sagt eines der Kinder. Angeleitet werden die Schüler durch pädagogisch ausgebildete Fachkräfte der spiel & sport team GmbH wie zum Beispiel Ole Fischer: „Das ist dieses Jahr unser fünfter Stopp, insgesamt gibt es bayernweit 14.“ Pro Tag nehmen nur zwei Klassen an dem Projekt teil, um möglichst kleine Gruppen bilden zu können. Dabei gehe es nicht darum, „die Gesundheitspolizei zu spielen“, sondern den Kindern zu zeigen, wie sie gut mit sich selbst umgingen.

Dazu gehört auch der dritte Schwerpunkt des Projekts, das Thema Persönlichkeit. Hier basteln sich die Kinder einen idealen Freund – aus bunten Luftballons. Rot bedeutet „witzig“, blau „Vertrauen“. Und wenn der Luftballon-Freund am Schluss einen gelben Kopf hat, scheint sich jemand auch etwas Verrücktheit zu erhoffen. „Hast du denn auch die Eigenschaften, die du von einem Freund wünschst?“, lautet eine Frage der Feedback-Runde, die bei jeder Einheit zum Abschluss stattfindet. Und ganz am Ende gibt es noch ein Quiz, in dem das erlernte Wissen gefestigt wird. Die Kinder erhalten zudem Reflexionskarten – Tipps von Philipp. „Am Abend findet noch ein Elternabend statt“, erzählt Fischer. „Und nach den Sommerferien machen wir auch noch einen Lehrer-Workshop.“ Denn auch im Unterricht soll das Gelernte noch vertieft werden.

Durch die Zusammenarbeit mit der Philipp Lahm Stiftung erreiche man Prävention und Nachhaltigkeit, betont Martin Frasch, Leiter des Bereichs Gesundheitsförderung der Geschäftsstelle Landsberg. „Erlebnisorientiertes und themenspezifisches Lernen ist dabei besonders wichtig.“ Auch die stellvertetende Schuldirektorin Annette Ring ist von der Philipp Lahm Schultour angetan. „Wir haben gerade auch durch ein Ernährungs-Coaching-Projekt das Angebot hier am Kiosk verbessert.“ Zudem biete die JWR Nachmittagssport an: „Freeletics, wo man mit dem eigenen Körpergewicht arbeitet.“ Das Projekt passe deshalb gerade perfekt.

Die Philipp Lahm Schultour wird von den jeweiligen Klassen dokumentiert, zum Beispiel via Foto oder Video. „Diese Dokumentation reichen die Klassen dann bei der AOK Bayern ein“, erklärt Harald Floßmann, Direktor der AOK Landsberg. Für den Jahreswettbewerb. Zu gewinnen gibt es ein „Meet & Greet“ – Philipp Lahm zum Anfassen.

Susanne Greiner

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