Photovoltaik fürs Kinderdorf

Freuen sich über die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Apartmenthauses im SOS-Kinderdorf (von links): Kinderdorfleiter Erich Schöpflin, Benjamin Hofbauer von DHB, Axel Beese von S.A.G. Solarstrom und Dorfmeister Manfred Bauer Foto: Hollrotter

Das Thema Energie ist im SOS-Kinderdorf in Dießen allgegenwärtig. Zum einen setzt der Kinderdorf-Verein bei Neubauten schon seit Jahrzehnten auf erneuerbare Energien; zum anderen sucht Dorfleiter Erich Schöpflin derzeit nach einem umweltfreundlichen Ersatz für die kostenintensive Zentralheizung der Ursprungshäuser aus den 1950er Jahren. „Einfach ideal“ ist für ihn daher das Geschenk, das ihm die S.A.G. Solarstrom AG aus Freiburg gemacht hat: Ein 11,4-Kilowattpeak-Photovoltaikanlage, die nicht nur Betriebskosten spart, sondern auch Erträge abwirft.

„Die Ausrichtung der Häuser im SOS-Kinderdorf ist perfekt für die Belegung mit Photovoltaik“, erklärt Axel Beese, Leiter Operations bei S.A.G. Solarstrom AG. Er rechnet deshalb mit rund 11200 Kilowattstunden an Ökostrom, die die neue Photovoltaikanlage pro Jahr erzeugt. Das deckt den Strombedarf von drei Vier-Personen-Haushalten und bedeutet jähr­- lich rund 3300 Euro an Einnahmen aus der Einspeisung für das SOS-Kinderdorf. Und das mindestens 20 Jahre lang, meinte Beese bei der Übergabe der Anlage in Dießen. In nur knapp zwei Tagen hatte eine Firma aus Unterthingau die Anlage unter tatkräftiger Mithilfe der SOS-Dorfmeisterei auf dem Dach des Apartmenthauses installiert und in Betrieb genommen. An einem gut sichtbaren Schild über dem Eingang kann seitdem abgelesen werden, wie viel Strom die Anlage aktuell produziert, wie viel sie insgesamt schon erzeugt hat und wie viel CO2 sie einspart. Denn dank der Photovoltaikanlage werden nun jährlich rund 7,8 Tonnen des ozonschädlichen Gases vermieden. „Mehr Energie für Kinder“ steht neben den Anzeigen auf dem Schild – und das ist auch der Name des Spendenprojekts der S.A.G. Solarstrom AG. Die Anlage in Dießen ist mittlerweile vierte Projekt, mit dem das international tätige Unternehmen aus Freiburg SOS-Kinderdörfer unterstützt. Dass die Wahl zuletzt auf Dießen fiel, freut Dorfleiter Schöpflin sehr, „schließlich haben Umweltbewusstsein und innovative Projekte hier Tradition“. So sei das im Herbst eingeweihte „Haus Mosaik“ ein Niedrigenergie-Effizienzhaus, das über Sonnenkollektoren und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt wird. Und auch das von Karin Stoiber initiierte und 1995 in Betrieb genommene „Sonnenhaus“ war zu seiner Zeit mit Sonnenkollektoren und einer Erdwärmepumpe ein Pionierprojekt. Zudem habe das SOS-Kinderdorf kürzlich zu einem Ökostrom-Anbieter gewechselt. Auch Axel Beese freut sich, dass das Dießener SOS-Kinderdorf mit der Photovoltaikanlage im Marktwert von rund 22000 Euro nun nachhaltig unterstützt wird – und dass die Kinder live erleben können, „wie Energie auf ökologische Art und regenerativ erzeugt wird, ohne die Umwelt zu belasten“.

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Landrat klärt Mordfall
Landrat klärt Mordfall
80 Schafe verenden bei Stallbrand
80 Schafe verenden bei Stallbrand
Eine Leiche muss her!
Eine Leiche muss her!

Kommentare