Für Photovoltaik zu wertvoll

Gut Ding braucht Weile – allemal wenn es um Freilandphotovoltaik auf Landsberger Flur geht. Ein Bauantrag dazu ist im Mai 2008 im Bauaus- schuss abgelehnt worden; der Stadtrat kippte den Beschluss auf Antrag der Grünen im August und gab eine Studie in Auftrag. Am Mittwoch war sie nun Thema im Plenum, das die Zuständigkeit wieder zurück in den Bauausschuss verwies.

Für die Photovoltaik „besonders geeignete Flächen“ sollte nun das Büro LARS Consult in seiner Studie auswählen und zudem Aus-schlusskriterien, den so genannten Negativkatalog, fixieren. Da- nach sind Wald-, Siedlungs- und ertragreiche Ackerflächen ebenso tabu wie Ortseingänge, Grünland und Schutzgebiete, was zum Teil schon beschlossen ist. In seine Betrachtung zog das Büro natürlich auch das neue „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) mit ein. Es lässt nur einst wirtschaftlich oder militärisch genutzte Konversions- und versiegelte Flächen sowie Äcker interessant erscheinen. Diesen gesetzlichen und städtischen Vorgaben folgend sieht es in der Bewertung der acht aktuellen Anfragen düster aus. Sieben Standorte fallen allein durchs Raster, weil es sich um gute Ackerböden handelt: Fliegerhorst, Pössing, Reisch und Pitzling im Osten sowie Stadtwaldhof, Mittelstetten und Geratshof im Westen. Bleiben nur noch die besagten 2,4 Hektar an der B17 in Höhe der Lechrainkaserne im Eigentum zweier Ellighofener. „axis engineering“ würde dort gerne Strom vom Feld produzieren. Das aber lässt sich verhindern, wenn man die „Zersiedelung der Landschaft“ und das be- stehende Biotopverbundkonzept mit ins Kalkül zieht. Da fragen sich Dr. Andreas Hartmann (Grüne) und Reinhard Skobrinsky (BAL) im Umkehrschluss: „Wieso darf ein Landwirt eigentlich Mais auf einer Fläche anbauen, der im Zuge des Biotopverbundkonzeptes besondere Bedeutung zukommt? Das müsste man ihm ja verbieten…“ Dem pflichtete Bern Munz von LARS Consult bei.

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