Auf pinken Spuren

Interessante Fakten und Informationen enthalten die Stelen, die sich entlang der pinken Linien befinden: Stadtplanerin Caroline Fischer erklärt das neue Wegeleitsystem vom Parkplatz Waitzinger Wiese bis in die Innenstadt. Foto: Bauch

Aufmerksamkeit erregen die pinken Linien und Zeichen allemal, seit Kurzem zieren sie verschiedene Stellen der Innenstadt. Ein Wegweiser sollen sie sein, vom „Start“ am Parkplatz an der Waitzinger Wiese leiten sie den Fußgänger über verschiedene Wege zum „Ziel“, dem Hauptplatz. Teil des Konzepts sind auch zehn Stelen mit hilfreichen Informationen und Tipps rund um das Zentrum der Lechstadt sowie markante Symbole – die sogenannten Hotspots.

Der Wunsch des Hauptplatzausschusses war es, den Parkplatz an der Waitzinger Wiese während des Umbaus stärker zu betonen und zu zeigen, dass man von dort aus ganz einfach und schnell in die Altstadt gelangt. So leitet nun der „pinke Faden“ Eilige über die Sandauer Brücke. „Schöngeister“ gehen entlang des westlichen Lechufers und haben am Lechsteg noch einmal die Wahl, ob sie den Fischen dort folgen, oder weiter am Lech entlang in Richtung Herkomermuseum gehen. Auf den zehn, über das Innenstadtgebiet verteilten, Stehlen stehen nützliche Informa-tionen für den Fußgänger. „Wir weisen auf Kultureinrichtungen, den Einzelhandel in der Stadt und die Gastronomie hin“, erklärt Stadtplanerin Caroline Fischer. „Auch das Tourismus-büro und Toiletten sind auf den Schildern vermerkt.“ An der Brudergasse vermittelt die Stele geschichtliches Wissen über die Innenstadt. „Dabei hat uns der Stadtheimatpfleger Dr. Werner Fees-Buchecker sehr viel geholfen, und die Bilder stammen aus dem Stadtarchiv.“ Auch sollen die Informationsschilder die Aufmerksamkeit der jüngsten Lechstädter und Besucher erregen: So sind in der Form eines Lechkiesels auf Augenhöhe der Kinder spielerische Elemente wie Zählaufga­- ben eingebaut, etwa stellt sich am Lechsteg die Frage, wie viele Fische auf der Brücke aufgemalt sind. Diese sind nicht der einzige Hotspot: Daneben ziert auch ein Notenschlüssel den Durchgang an der Musikschule, an der Treppe zum neuen Stadtmuseum findet sich ein Richtungshinweis und sieben weitere sind über das Innenstadtgebiet verteilt. Was alles hinter den Überlegungen zum Wegeleitsystem steckt, erklärt Sabine Hauff-Grimm von der Werbeagentur „ais“ aus Kaufering. „Wir haben darauf geachtet, dass die Fußgänger möglichst selten eine Straße überqueren müssen.“ Auch seien die Linien an der Innenseite der Gehwege angebracht – aus Sicherheitsgrün­- den. „Gerade Kinder laufen oft direkt auf der Linie“, erklärt Hauff-Grimm. 15000 Euro ließ sich die Stadt das pinke Vergnügen kosten. „Das Projekt wurde im Budget für den Hauptplatzumbau mit eingeplant“, erläutert Fischer. Nach dem Umbau können die Linien problemlos mithilfe einer Chemikalie wieder entfernt werden, die Stelen dürfen möglicherweise länger bleiben. „Es ist sicherlich ein mutiges Projekt“, findet Hauff-Grimm. Es sei allerdings weit gedacht und habe fast schon Kunstcharakter. In keiner anderen Stadt sei ein solch innovatives Wegeleitsystem zu finden, weiß die Werbefachfrau, vergleichbar sei damit möglicherweise nur eine Aktion in der Bundeshauptstadt, in der man bei einer Kunstaktion Klebebänder zur Wegemarkierung nutzte.

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