Eine schwierige Erschließung

Pläne für den Reischer Talweg in Landsberg beschlossen

+
Verkehrsberuhigt, aber gleichzeitig ein Weg für große Landmaschinen: Die Planung für den Ausbau des Reischer Talwegs ist eine Herausforderung.

Landsberg – Ein verkehrsberuhigter Bereich, der von großen landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt werden kann – ein bisschen klingt das wie die Quadratur des Kreises. Christian Neumann vom städtischen Bauamt sprach denn auch von einer „großen Herausforderung“, als es um die Straßenplanung im Reischer Talweg ging.

Die Verkehrserschließung der geplanten Bebauung – eine Kita und elf Reihenhäuser – erfordert den Ausbau des Reischer Talwegs, der bis dato nur als asphaltierter Wirtschaftsweg nur für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben ist. Vor der Kita soll ein verkehrsberuhigter Bereich entstehen. Die Wohnbebauung wird über eine Privatstraße erschlossen, die von der Stadt gebaut, aber von den Anliegern gezahlt wird.

Die mit fünf Meter Breite geplante Fahrbahn wird im verkehrsberuhigten Bereich an zwei Stellen auf 4,50 Meter beziehungsweise vier Meter verengt und mehrmals verschwenkt. Als „Aufmerksamkeitsfelder“ sollen Pflasterflächen in den Einmündungsbereichen dienen, erklärte Neumann. Auf der Nordseite entsteht ein Gehweg. Gleichzeitig sorgt ein niveaugleicher Ausbau ohne trennende Hochborde dafür, dass breite landwirtschaftliche Fahrzeuge die Straße trotzdem noch nutzen können. Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) lobte die Planung als „gute Symbiose“.

Lennart Möller (Grüne) erinnerte daran, dass der Reischer Talweg aktuell viel von Radlern befahren wird und wollte wissen, ob eine eigene Radverkehrszone denkbar sei. Neumann entgegnete, man wisse nicht, wie die Entwicklung nach Osten weitergehen werde und wolle sich nichts verbauen.

Franz Daschner (UBV) hatte beobachtet, dass der Weg bereits jetzt auch von Privatfahrzeugen benutzt wird und fand infolgedessen die geplante Fahrbahnbreite „ein bisschen zu schmal, dass alle gut aneinander vorbeikommen“. Werde die Straße aber breiter gebaut, lasse sich die im verkehrsberuhigten Bereich geforderte Schrittgeschwindigkeit aber wahrscheinlich nur schwer vermitteln, so Neumann. Mit einer Gegenstimme nahm der Bauausschuss die Planung in der vorliegenden Form an.
Ulrike Osman

Auch interessant

Meistgelesen

Die goldenen Regeln der Metzgerei Boneberger
Die goldenen Regeln der Metzgerei Boneberger
Wenn die Zeugin vor Gericht Details verschweigt
Wenn die Zeugin vor Gericht Details verschweigt
Die Landsberger Rathauskonzerte sind wieder da - mit Hisako Kawamura
Die Landsberger Rathauskonzerte sind wieder da - mit Hisako Kawamura
A96 im Landkreis Landsberg: Zu nass für Asphaltarbeiten
A96 im Landkreis Landsberg: Zu nass für Asphaltarbeiten

Kommentare