Allein nach Curaçao

Weltumsegler Paul Piendl muss das Familientreffen verschieben

Weltumsegler Paul Piendl - Wasa - Karibik
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Die neuen Pläne sind geschmiedet, alles ist gerichtet für den Alleingang nach Curaçao: der Schondorfer Weltumsegler Paul Piendl auf seiner Wasa.
  • Thomas Ernstberger
    VonThomas Ernstberger
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Schondorf/Grenada – Wenn einer eine große Reise macht, kommt es oft anders als geplant. Diese Erfahrung musste der Schondorfer Weltumsegler Paul Piendl in den vergangenen Monaten immer wieder machen. Improvisationskunst und kurzfristige Plan-Änderungen standen seit dem Start Ende Dezember 2020 immer wieder auf der Tagesordnung,

So auch jetzt – aber dieses Mal hat’s in erster Linie nicht den 22-jährigen Bootsbauer, der seit rund drei Monaten auf der Karibikinsel Grenada lebt, erwischt, sondern seinen Vater Markus. „Ich bin gerade in Paris gelandet. Von da geht’s weiter über New York nach Grenada. Das wird ein 30-Sunden-Trip. Meine Frau hat’s da besser. Sie fliegt über Amsterdam direkt nach Curaçao, da ist sie nur 13 Stunden unterwegs“, erzählte er, als ihn der KREISBOTE Samstag am Handy erreichte. Der Piendl-Plan war klar: Paul segelt mit dem Vater von Grenada nach Curaçao, wo sie dann mit Mutter Susanne ein großes Familientreffen auf der niederländischen Karibikinsel feiern.

Am Sonntag dann ein Telefo­nat mit Paul. „Ist der Papa schon angekommen?“, lautete die erste Frage. „Nein, er kommt auch nicht“, so die überraschende Antwort. „Er hängt in Paris fest, von da ging’s nicht weiter. Ere darf wegen der strengen Coron-Regeln weder in die USA einreisen noch über die USA zu einem anderen Ziel fliegen.“

Der Traum vom gemeinsamen Segel-Abenteuer ist damit geplatzt. Dabei war alles schon vorbereitet: Das Boot glänzte dem Papa zu Ehren frisch geputzt, es war von Algen und Muscheln befreit und bereits seetüchtig für den Tripp Richtung ABC-Inseln gemacht.

Aber nun wird alles anders: „Mein Vater fliegt jetzt von Paris aus direkt nach Curaçao und ich komme mit der Wasa nach“, verrät Paul die geänderten Pläne. Und wer segelt mit ihn? „Niemand. Ich segle alleine. Das wollte ich ja schon immer mal machen“, freut sich Piendl auf den 800-Kilometer-Trip, den er Mitte dieser Woche in Angriff nehmen will. „Drei, vier Tage“, hat er für die Reise eingeplant, danach gibt’s endlich das Wiedersehen mit den Eltern – ziemlich genau ein halbes Jahr, nachdem sie sich beim Start der „Mission Weltumsegelung“ in Lagos (Portugal) voneinander verabschiedet hatten. Fürs Familientreffen bleibt den Piendls knapp drei Wochen Zeit.

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