"Logische Fortsetzung"

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Die städtebauliche Studie für das Gelände des Warmfreibades Greifenberg sieht ein Hotel sowie ein Restaurant vor. Auch ein neuer Parkplatz soll gebaut werden.

Greifenberg – Ein Hotel mit Tiefgarage, ein Restaurant, ein Hallenbad inklusive Sauna und ein neuer Parkplatz – das sind die Eckpunkte der städtebaulichen Studie für das Areal des Warmfreibades Greifenberg. Diese wurde im Juli durch Vertreter des Planungsverbandes Äußerer Wirtschaftsraum München im Kreistag vorgestellt. Nun beschloss der Kreisausschuss, an diesen Planungen festzuhalten. Grund zur Diskussion war dabei vor allem der „Dritte im Bunde“ – ein möglicher Investor.

Die grundsätzliche Zustimmung der Gemeinde halte Landrat Thomas Eichinger durchaus für möglich. Zudem habe die Gemeinde eine Erwerbsabsicht bezüglich der auf dem Gelände liegenden Tennisplätze geäußert, wie er einem Gespräch mit Bürgermeister Johann Albrecht entnehme. Ob die Gemeinde denn auch Interesse an einer Beteiligung an dem Bad habe, wollte daraufhin Moritz Hartmann (GAL) wissen. Seines Wissens gäbe es da auch einen Beschluss aus dem Jahr 2012, so Hartmann weiter. 

„Bisher gibt es diesbezüglich keine Absichtserklärung“, erklärte Eichinger. „Auch nicht von Anliegergemeinden.“ Die Frage müsse man aber im Kreistag nochmals aufwerfen, ergänzte Kreiskämmerer Jürgen Felbinger. Die Ausgestaltung des Geländes mit einer Hotel- und Gaststättenbebauung sieht fest einen Investor vor. 

Doch diese „Dreiecksbeziehung“ zwischen Landkreis, der Gemeinde Greifenberg und einem unbekannten Investor fand nicht bei allen Kreisausschuss-Mitgliedern Anklang. Josef Lutzenberger (GAL) verwies auf die Schwierigkeit einer solchen Dreier-Konstellation und würde deshalb eher eine „Zweierbeziehung“ aus Landkreis und Gemeinde favorisieren. Außerdem wollte er die Frage geklärt wissen, ob der Landkreis weiterhin Betreiber des Bades sein möchte. Zudem forderte er, ein Verkehrswertgutachten für das Areal auf den Weg zu bringen. 

Eventuell könne man auch der Gemeinde das Areal zum Kauf anbieten, so Lutzenberger weiter. Jedoch konnte er sich mit seinem Antrag nicht durchsetzen. „Das ist nur die logische Fortsetzung aus dem ganzen Prozess“, so Erich Püttner (UBV). Außerdem war man sich einig, dass die Gemeinde nicht in der Lage sei, das Bad alleine zu betreiben. Das wäre ein „K.O.-Kriterium“, meinte auch Robert Sedlmayr (ÖDP). So stimmte die Mehrheit des Gremiums gegen den Antrag Lutzenbergers. 

Einstimmig fällte der Kreisausschuss dann jedoch den Grundsatzbeschluss, dass die Planungen für die Neugestaltung mit Neubau eines Warmfreibades auf der Grundlage der Städtebaulichen Studie fortgeführt werden sollen. Dazu gehört unter anderem auch die Beauftragung eines Bäderplaners und ein Verkehrswertgutachten durch den Landkreis. Die endgültige Entscheidung fällt am 30. September im Kreistag.

Astrid Erhard

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