Platznot im Kindergarten

Im katholischen Kindergarten auf der Ludwigshöhe in Utting werden zukünftig vier Kindergartengruppen und eine gemischte Gruppe aus Kindergarten- und Krippenkindern unter- gebracht sein. Darauf hat sich der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung geeinigt. Das Gremium folgt damit dem erarbeiteten Konzept des Trägers.

Wie berichtet, besteht in Utting die Problematik, dass für das kommende Kindergartenjahr mehr Buben und Mädchen angemeldet wurden als ursprünglich angenommen. Hintergrund ist der Zuzug von Familien im Baugebiet Seepark. Der Gemeinderat hat zwar auf die zu erwartenden höheren Kinderzahlen reagiert und den Bau des Kinderhauses in Holzhausen (siehe Bericht oben) beschlossen, doch auch dort muss die Übergangslösung mit Modulen weiter bestehen bleiben, um einer zweiten Kindergartengruppe Platz zu bieten. Für den katholischen Kindergarten war laut Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) eine Aufstockung der Kindergartengruppen auf drei Gruppen mit 26 und einer mit 27 angedacht, aus der Krippengruppe sollte eine gemischte Gruppe mit 16 Kindern werden. Der Träger hatte sich als Reaktion auf die Situation entschlossen, eine weitere Erzieherin einzustellen, die mit Kindern verschiedener Gruppen arbeiten soll. Darüber hinaus soll eine weitere Erzieherin eingestellt werden, die Gruppenarbeit mit Kindern aus verschiedenen Gruppen in einem eigenen noch zur Verfügung stehenden Raum durchführen wird. Ferner soll nun mit Blick auf den Telos-Kindergarten neben der bestehenden Kindergarten- und der Krippengruppe die Altanlage des Telosvereins zur Unterbringung einer weiteren Kindergartengruppe von der Gemeinde übernommen werden. Weitgehend einig war sich der Gemeinderat bei seiner Beschlussfindung darüber, dass man den Willen des Trägers akzeptiere solle. Bedenken hatte Martina Grunow (FWG). Sie empfindet eine große Gruppe mit unterschiedlichen Altersstrukturen als nicht förderlich, da sie befürchtet, dass hier vor allem Vorschulkinder nicht die richtige Förderung erfahren. Horst Schnappinger (CSU) machte dagegen klar, dass, wenn Eltern mehr Platz und kleinere Gruppen wollten, diese dann auch die Mehrkosten bezahlen müssten: „Wenn eine Qualitätsverbesserung, dann auf Kosten der Eltern.“ Bürgermeister Lutzenberger wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im Telos-Kindergarten in Holzhausen noch freie Plätze zur Verfügung stünden.

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