Positives Votum

Die Spieler des HCL erhalten beim Jubeln künftig lautstarke Unterstützung durch den 1. EVL-Fanclub. Foto: Krivec

Was geht vor: Vereinstreue oder die Unterstützung des Landsberger Eishockeys? Eine Gewissensentscheidung: Seit 1978 hielt der 1. EVL-Fanclub dem EV Landsberg die Treue. Den EVL gibt es bekanntlich nicht mehr, in der vergangenen Woche stand deshalb beim Fanclub die Entscheidung an, ob man nun künftig den HC Landsberg unterstützt – oder sich auflöst. Das Votum war erstaunlich deutlich.

42 Mitglieder waren zur entscheidenden Sitzung am 7. Juli erschienen, deutlich mehr als zu den Routine-Versammlungen in den Jahren zuvor. Die Abstimmung fiel klar aus: 41 Mitglieder entschieden sich dafür, den HC Landsberg künftig zu unterstützen. „Natürlich fällt uns da ein Stein vom Herzen“, kommentiert der HCL-Vorsitzende Markus Haschka die Entscheidung. „Wir wurden seit unserer Vereinsgründung von Fans und Sponsoren sehr stark unterstützt. Dass uns jetzt zusätzlich weitere Landsberger Eishockey-Fans helfen wollen, ist sehr wichtig für uns.“ Die Grundsatzentscheidung des Fanclubs bedeutet auch eine finanzielle Entlastung für den Verein, aber: „In welchem Umfang wir von dieser Seite unterstützt werden, ist noch völlig offen.“ In den vergangenen Jahren hatten die Fanclubs jeweils über 5000 Euro für den EVL-Nachwuchs gespendet. Vonseiten des Fanclubs Barbarossa steht eine offizielle Entscheidung in dieser Hinsicht noch aus. Für den HCL reiht sich das Votum des EVL-Fanclubs in die positiven Nachrichten der vergangenen Woche ein: Inzwischen ist klar, dass auch die Jugend und die Junioren, die man vom EVL übernimmt, in ihren Klassen weiterspielen können. Zudem läuft auch die Vermarktung der Eishalle besser als gedacht: „Von 160 Metern Bandenfläche haben wir nur noch 30 Meter frei“, so Haschka. „Das Feedback der Firmen aus der Region ist sehr positiv, das hatten wir so nicht erwartet. Wir dachten ja überhaupt nicht, dass das einmal unsere Aufgabe wird.“ Auch drei weitere Zusagen für die Mannschaft für die kommende Saison hat der Verein inzwischen: Ferdinand Speckamp macht weiter, Crispin Heringer steht jetzt wieder voll zur Verfügung und nicht zuletzt verlängert Sturmtank Ephraim Spring um ein weiteres Jahr. Zudem steht jetzt eine Reihe von Terminen fest: Am 27. August steigt das Sommerfest. Haschka: „Diesmal müssen wir es aus organisatorischen Gründen im Sportzentrum machen, aber wir wollen im nächsten Jahr definitiv wieder auf den Infanterie-Platz in der Stadt zurück.“ Die (Heim-)Vorbereitungsspiele der Riverkings sind auch schon angesetzt: Fr., 16. September, Kempten (20 Uhr); So., 18. September, Geretsried (17 Uhr); Fr., 30. September Schongau (20 Uhr). Die Punktrunde wird für die Riverkings voraussichtlich am zweiten Oktober-Wochenende beginnen.

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