Wider dem Bienensterben

Gymnasiasten tüfteln an einer Bestäubungsdrohne

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Innovatives Trio vom Ammersee-Gymnasium: Julian Fürholzer, Tim Köhler und Claus Lucca Clausen (von links) mit ihrem noch nicht ausgereiften Bestäubungsrobotter.

Dießen – Das Bienensterben und seine Folgen haben die Elftklässler Julian Fürholzer, Tim Köhler und Claus Lucca Clausen vom Ammersee-Gymnasium auf die Idee gebracht, einen „Bestäubungsroboter” zu entwickeln. Das Projekt entsteht im Rahmen des Praxis-Seminars Informatik unter der Leitung von Oberstudiendirektor Georg Ladig.

Die Aufgabenstellung des Seminars: ein autonomes Fahrzeug zu entwickeln, das gleichzeitig einen Mehrwert für die Gesellschaft bietet. Die drei 17-Jährigen wagten sich an die Entwicklung einer Bienen-Drohne. Das Programmieren der Software sowie das Bauen eines Prototyps erfolgt hierbei selbstständig und größtenteils außerhalb des schulischen Pflichtunterrichts. Der Prototyp, ein Quadrocopter mit einem kleinen Computer und einer Vielzahl an Sensoren, soll mithilfe eines Algorithmus‘ Blumen in Kamerabildern erkennen, eigenständig anfliegen und sie bestäuben. „ Dabei wird die gesamte Steuerung auf der Drohne selbst ausgeführt, wobei wichtige Informationen und das Kamerabild per Funk an eine Basisstation am Boden weitergeleitet werden, beschreibt Ladig.

Derzeit arbeitet das ASG-Trio daran, die Drohne zum Schweben zu bringen. Zuvor wurde der Schaltplan entwickelt, das Modell entworfen, der Rahmen 3D-gedruckt, die Elektronik darauf verbaut sowie Teile des Programmcodes geschrieben.

Nach den ersten Startversuchen musste der Prototyp überarbeitet werden. Auf der Drohne sind mittlerweile zehn verschiedene Sensoren, Antriebsmotoren, Platinen, Kabel, Kommunikationsmodule und die Stromversorgung verbaut, sodass rechtzeitig zur großen Frühjahrsblüte die nächsten Feldversuche gestartet werden können. Bis Ende September muss das Seminar-Projekt fertiggestellt sein.

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