Schule mit "Stadtsaal"

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Der Vorsitzende des Preisgerichts, Architekt Reinhart Sänger, erklärt die Vorteile des Siegerentwurfs für den Umbau und die Erweiterung der Fritz-Beck-Mittelschule zur künftigen Mittelschule Landsberg.

Landsberg – Am Schluss waren sich alle einig: Der Entwurf der Stuttgarter Architekten Wolfgang Balbach und Michael Walker ist der beste für die Mittelschule in Landsberg. Die Stadt hatte wegen der Zusammenlegung der beiden Mittelschulen einen Planungswettbewerb ausgelobt.

Vergangene Woche wählte das Preisgericht den Sieger für "Umbau und Erweiterung der Fritz-Beck-Mittelschule" aus. Im September soll der Entwurf dann auch im Stadtrat vorgestellt werden. Zwei Tage lang befasste sich das Preisgericht intensiv mit den 21 vorher ausgewählten Vorschlägen. Einstimmig vergaben dann die Fachplaner und die „Laien“, so die Zusammensetzung der Jury, den 1. Preis, erklärt Reinhart Sänger, Vorsitzender des Preisgerichts. Der Entwurf von Scholl Architekten biete viele Vorteile, wie etwa die gute Raumaufteilung und die Schaffung einer großen Grünfläche.

„Die Aufgabe war sehr anspruchsvoll“, betont Sänger, da neue Gebäude an bereits bestehende angegliedert werden mussten. „Auch sollte eine gemeinsame neue Aula entworfen werden, die die Stadt als Veranstaltungsraum nutzen kann.“ Ein Stadtsaalersatz.

Gerade der Aulakörper des Siegerentwurfs überzeugte das Preisgericht. Die Aula ist deutlich abgegliedert und zum Hindenburgring ausgerichtet. Das neue Gebäude mit Verwaltung und Klassenzimmern ist ebenso in West-Ost-Richtung zur Straße ausgerichtet, der Haupteingang befindet sich zur Stadt hin. Auch die Fachräume sind separat angeordnet, damit „in Ruhe gekocht und gewerkelt werden kann“, wie OB Mathias Neuner (CSU) lobte. „Einziger Kritikpunkt ist die Verkleidung aus Schiefer, die die Planer vorgesehen haben“, so Sänger. Für eine Schule sei eine solche Fassade dann doch zu dunkel und zu ernst.

Ansonsten sei der Entwurf „sehr geschickt und effizient,“ da viel Fläche bei verhältnismäßig kleinem Volumen geschaffen werde. Über den 2. und 3. Preis war sich das Preisgericht ebenso einstimmig einig. „Einige Einsendungen hatten funktionale Schwächen“, erklärt Neuner, „aber sie waren dennoch sehr interessant.“

Nun arbeitet das Bauamt in einem internen Verfahren mit den drei Siegern bestimmte Punkte ab, dann werden die Ergebnisse dem Stadtrat vorgestellt, erläuterte Stadtbaumeisterin Annegret Michler. Der 1. Preis sei aber klarer Favorit und habe so auch schon die meisten Basispunkte gesammelt. Auch Christian Karlstetter, Leiter der neuen „Mittelschule Landsberg“ ist zufrieden und hätte für sein Haus gerne den Siegerentwurf. Im September soll dann die Auftragsvergabe für die Planung erfolgen.

Alle 21 Entwürfe für die Mittelschule sind für Interessierte noch bis Freitag, 9. August, täglich von 10 bis 15 Uhr in der Turnhalle der Fritz-Beck-Mittelschule ausgestellt.

Jasnina Bauch

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