Höchst anspruchsvoll

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Haben ihr Können unter Beweis gestellt: Sabrine Merkle (Klavier), Brigitte Helbig (Klavier), Levent Geiger (Klavier), Ilia Antoniadis (Klavier), Jakob Zimmerhackl (Trompete), Marius Merkle (Klavier), Clemens von Meding (Horn), Victor von Wolff (Trompete) und Christof Wilhlem (Schlagzeug) (v. links).

Schondorf – In der Aula des Landheims haben junge, talentierte Musiker – überwiegend Schüler des Musikzentrums Schondorf – ihr Können, das sie bereits in verschiedenen Wettbewerben mit 1. Plätzen unter Beweis gestellt haben. Landtagsabgeordneter Alexander Dorow moderierte das Preisträgerkonzert mit sichtbarer Freude und betonte, dass dieser Abend für ihn eine besondere Note habe, war er doch selbst Schüler des Landheims. Locker und humorvoll führte er durch das anspruchsvolle Programm.

Prof. Dr. Klaus Mann vom Rotary Club Ammersee Römerstraße hielt die Eröffnungsrede und bewunderte die vorbildliche Arbeit und Qualität der musikalischen Ausbildung dieser Jugend-Musikschule. Eine Musikschule, die es seit vielen Jahren verstehe, „mit ihren hervorragenden Lehrkräften Kinder und Jugendliche von der Pike auf zu begeistern“ und soweit zu fördern, dass sie in großer Zahl Nachwuchsmusiker entwickelt, die zu den besten des Landes Bayern gehören und sogar schon auf Bundesebene erfolgreich waren. Daher habe sich der Rotary Club entschlossen, die Musikschule zu unterstützen und die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Das Programm eröffnete der mit neun Jahren jüngste Teilnehmer, Jakob Zimmerhackl (Trompete), gefolgt von Victor von Wolff (Trompete) und Clemens von Meding (Horn). Den jungen Bläsern gelang es beeindruckend die Klangschönheit ihrer Instrumente zu zeigen. Hier sei auch die einfühlsame Klavierbegleitung von Sabrina Merkle, Markus Merkle und Nino Gurevich erwähnt. Das technisch wohl anspruchsvollste Klavierwerk von Franz Schubert ist die „Wanderer-Phantasie”. Moderator Alexander Dorow erläuterte dem Publikum, dass Schubert über sich selbst sagte, das Werk nie wirklich beherrscht zu haben. Um so beeindruckender war es, wie die junge Pianistin Brigitte Helbig an dieses musikalisch anspruchsvolle und wunderbare Werk heranging. Feinsinnig und kraftvoll zugleich begeisterte sie mit ihrer differenzierten Spielweise ihre Zuhörer.

Auf Dorows Frage, wie sie dieses „Teufelswerk“ (Zitat Franz Schubert ) sieht, sagte Brigitte Helbig, dass man an diesem Werk ein Leben lang arbeiten könne. Nach einem effektvoll und gekonnt dargebotenen Schlagzeug-Solo von Christof Wilhelm bot das Klavierduo Ilia Antoniadis (10 Jahre) und Levent Geiger (12) eine außergewöhnliche Leistung. Die jungen Musiker spielten einen „perlenden“ Mozart, temperamentvollen ungarischen Tanz von Johannes Brahms sowie Levent Geigers jazzige Eigenkomposition „Joy“ für Saxophon und Klavier. Es folgte Astor Piazzollas Welterfolg „Libertango“.

Die Seele Argentiniens erfüllte damit den Raum, musikalisch und technische eine großartige Leistung. Die Zugabe schloss den Abend humorvoll ab. Nach einem witzigen Sketch spielten diese jungen Ausnahmepianisten fröhlich und begeisternd „Cantina Band“ von J. Williams. Der langanhaltende Applaus war mehr als gerechtfertigt. Der Applaus steigerte sich nochmals als alle jungen Musiker zum Abschluss auf die Bühne kamen. Damit dankte das Publikum von Herzen für die Darbietungen, Leistung und Musikalität, allen Lehrern sowie der Leiterin des Musikzentrums Heike Weckend für ihren großen Einsatz und für die Gestaltung dieses besonderen Abends.

Alexander Dorow beschloss den Abend „beeindruckt und bewegt“ mit der Bemerkung „the best of...“ wäre nicht zu hoch gegriffen. Stefanie Bucher und Prof. Mann hatten die Initiative ergriffen und die Zusammenarbeit mit dem Musikzentrum ermöglicht. Im Anschluss an das Konzert konnten Weihnachtskarten mit Kirchtürmen rund um den Ammersee, die die Künstlerin Claudia Mann entworfen hat, erworben werden. Der Erlös kommt dem Musikzentrum Schondorf zu Gute. Karten können per E-Mail info@musikzentrum-schondorf.de bestellt werden.

Monika Sutil

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