Mit Trailer: Landsberg in den 90er Jahren

Als das Lechwehr neu gebaut wurde

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Auch den Bau des Lechwehrs, das heutige Wahrzeichen Landsbergs, zeigt der Film von Rudolf Gilk „Landsberg und die 90er Jahre“.

Landsberg – Eine Zeitreise, zurück in die 90er-Jahre. Der Filmemacher Rudolf Gilk hat die alten Stadtfilme aus dem Archiv geholt und aus sechs Stunden Material einen fast zweistündigen Rückblick zusammen geschnitten, der zahlreiche Ereignisse zeigt, die schon weit über 20 Jahre zurückliegen. Man begegnet im Film vielen Menschen, die nicht mehr leben. Oder man wird feststellen wie die Zeit sie verändert hat. Vieles was damals wichtig war ist inzwischen vergessen, oder ist nicht mehr so ganz präsent. Eine Auffrischung lohnt sich. Premiere ist am Sonntag im Olympia-Filmtheater.

Erinnern Sie sich, damals vor 28 Jahren an den großen Sturm namens Wiebke, der die Wälder von halb Europa verwüstet hat und auch in den städtischen Wäldern Landsbergs seine Spuren hinterlassen hat? Umgeknickt hat er die Bäume wie Streichhölzer, große Waldflächen wurden verwüstet. Und heute – nach fast drei Jahrzehnten, ist wieder ein Wald herangewachsen, schöner, bunter und stabiler als je zuvor. Auch das zeigt der neue Film von Rudolf Gilk.

Wer denkt noch daran, als in Landsberg bei der Waitzinger Brauerei Bier gesotten wurde? Der Mälzer und Brauer Karl Schöpf erzählt, wie das damals war und wie er das Ende der Brauerei erlebt hat. 1990 wurde nämlich das traditionsreiche Landsberger Brauhaus abgerissen, der Schlot gesprengt.

In den 90er-Jahren ist viel passiert, sozusagen ein Jahrzehnt der Jahrhundert-Ereignisse. Man denke nur an die Flut von Trabbis und Wartburgs nach der Wiedervereinigung, die Landsberg erreichte. Die Wiedervereinigung, aus der auch eine Städtepartnerschaft mit der sächsischen Stadt Waldheim erwuchs. Man denke an den extrem aufwendigen Bau der Kavernengarage in den Schlossberg oder an die Sanierung des Stadttheaters. Und natürlich an den Abriss und Neubau des Landsberger Wahrzeichens Lechwehr. Wahre Jahrhundertbaustellen.

Der Film erinnert auch an die schüchternen Versuche, in Landsberg eine Fußgängerzone zu etablieren. Schon fast vergessen haben sicher auch viele, wie mühsam es war, die Landsberger vom Umbau des Hauptplatzes zu überzeugen? Fast zehn Jahre hat das gedauert.

Der Abzug der Bundeswehr, die ersten Asylsuchenden aus dem ehemaligen Jugoslawien, der Flugtag zum 40-jähri­gen Bestehen des Lufttransportgeschwaders 61 sind Themen des Films. Auch unterhaltsame Momente kommen nicht zu kurz: Das Ruethenfest hat in den 90er-Jahren gleich dreimal stattgefunden. Aus den Kindern von damals sind längst Erwachsene geworden.

Ein Jahrhundert-Erlebnis war sicher auch die totale Sonnenfinsternis im Sommer 1999, wo hunderte am Hauptplatz das seltene Gefühl erlebten, wenn es am hellichten Mittag dunkel wird und die Vögel das Singen einstellen. Gänsehaut allenthalben.

Der Film „Landsberg und die 90er Jahre“ zeigt das Geschehene, bezieht aber immer Stellung in der Gegenwart und lässt die Ereignisse in den 90er Jahren aus heutiger Sicht von Zeitzeugen bewerten. Was ist aus all dem geworden, was hat es gebracht, hat man damals richtig gehandelt?

Premiere für den Film „Landsberg und die 90er Jahre“ ist am Sonntag, 13. Januar, um 11 Uhr im Olympia-Filmtheater in Landsberg.

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