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Hirschvogel innovativ:

Wenn der Strom aus der Presse kommt

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Eine von vielen Pressen zur Stahlumformung im Hirschvogel-Werk in Denklingen. 2018 wird eine Anlage aufgestellt, die Abwärme effizient in Strom umwandelt.

Denklingen – Er spricht von der „Premium-Presse“: Sebastian Gschwill, bei der Hirschvogel Umformtechnik GmbH Fachmann fürs Energiemanagement. Die Worte münzt er auf die bevorstehende 10-Millionen-Euro-Investition, die eine neue „materialeffiziente Technologie zur Stahlumformung“ darstellt und die zudem die Abwärme effizient in Strom umwandeln kann. Das Vorhaben wird vom Bundesumweltministerium finanziell gefördert.

Im Denklinger Werk der Hirschvogel Umformtechnik, wo insgesamt zirka 50 Pressen stehen, wird diese Technologie energetisch eine neue Ära einleiten und zugleich Demonstrationscharakter haben. Die Anlage ist schon bestellt und wird zurzeit bei der Firma Schuler in Göppingen gebaut – sie ist weltweit der größte Hersteller von Pressen.

Ab Anfang kommenden Jahres sollen die einzelnen Elemente in der Halle 15 im Denklinger Werk Stück für Stück aneinandergesetzt werden. Die Inbetriebnahme erfolgt stufenweise, wie es Sebastian Gschwill vom Energiemanagement der Hirschvogel Holding beschreibt. Im zweiten Quartal 2018 kann an der zehn Millionen Euro teuren Presse voraussichtlich die Produktion aufgenommen werden.

Das Bundesumweltministerium fördert diese neue materialeffiziente Technologie zur Stahlumformung, weil zusätzlich die Abwärme effizient in Strom umgewandelt werden kann. Die Hirschvogel Umformtechnik GmbH wird durch diese Anlagenmodernisierung jährlich bis zu 100 Megawattstunden Strom für weitere Prozessschritte aus Abwärme erzeugen, heißt es in einer Presseerklärung aus dem Umweltministerium.

Bei der Halbwarmumformung von Stahl wird sehr viel Energie benötigt. Die Abwärme, die bei der induktiven Erwärmung des Rohmaterials entsteht, konnte bisher auf Grund der niedrigen Temperaturen nicht zur Strom­erzeugung genutzt werden. Bei der nun erstmals zum Einsatz kommenden Anlage werden die Kühlkreisläufe der Leistungselektronik und der eigentlichen Induktionsspule aufgeteilt. Dadurch erhöht sich die derzeitig nutzbare Rücklauftemperatur von 35 bis 60 auf mindestens 85 Grad Celsius. Bei diesem Temperaturniveau reiche die energetische Qualität der Abwärme aus, um jährlich bis zu 100 Megawattstunden Strom für weitere Prozessschritte zu erzeugen. Gleichermaßen sorge ein vollkommen neues Antriebskonzept für die Effizienzsteigerungen und weniger Schwingungen.

Mit dem Vorhaben können zusätzlich zur Energieerzeugung jährlich 150 Tonnen Stahl sowie mehr als 730 Megawattstunden Strom eingespart werden. Daraus ergebe sich beim Kohlendioxid eine Minderung von bis zu 446 Tonnen pro Jahr. Im Vergleich zur konventionellen Erzeugung elektrischer Energie können darüber hinaus weitere Schadstoffe wie Methan, Schwefeldioxid und Stickoxide vermieden werden.

Johannes Jais

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