Freizeitgelände mit Badestellen

Eintritt frei: Dießen zieht eine positive Strandbad-Bilanz

+
St. Alban, das idyllische „Freizeitgelände mit Badestelle“, war in diesem heißen Sommer stets gut besucht. Über den Winter wird das Gelände nicht zugänglich sein.

Dießen – Die Bilanz der ersten Sommersaison ohne Eintritt und Aufsicht in den gemeindeeigenen Strandbädern ist durchwegs positiv. Geschäftsleiter Karl Heinz Springer konnte im Marktgemeinderat nichts Nachteiliges vermelden, was gegen die beschlossene Umwidmung zu öffentlichen „Freizeitgeländen mit Badestellen“ spricht. Wie mehrfach berichtet, hat die Gemeinde damit kein Haftungsrisiko mehr bei Unfällen.

Der extrem heiße Sommer bescherte den Bädern in St. Alban und Riederau einen Rekordbesuch, begünstigt natürlich auch durch den freien Eintritt. In St. Alban war das Gelände bereits ab 5.30 Uhr zugänglich, weil die Schwestern vom benachbarten Benediktinerinnen-Kloster auf Bitte von Bürgermeister Herbert Kirsch hin den Aufsperrdienst übernommen hatten. Verschlossen wurde das Bad gegen 22 Uhr von einem Sicherheitsdienst nach einem Kontrollgang durch das Gelände.

In Riederau übernahm die Pächterin des Seepavillons das Absperren, wobei morgens ein Sicherheitsdienst geöffnet hatte. Laut den Beobachtungen von Strandgastronomie und Wasserwacht haben sich die Badegäste trotz fehlender Aufsicht gemäß der neuen Badeordnung bestens benommen. Lediglich in St. Alban beklagten sich Besucher über die angeblich zu vielen Boards der Stand-up-Paddler. Ob die SUPs auch in der kommenden Saison von hier starten dürfen, wolle man noch abklären. Ebenso den Vorschlag einiger Gemeinderäte für eine Parkraumbewirtschaftung bei beiden Bädern.

Der Marktgemeinderat diskutierte in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause auch den Wunsch einiger Bürger, die Freizeitgelände St. Alban und Riederau über den Winter zugänglich zu lassen. Das wurde bis auf eine Gegenstimme abgeschmettert. Man befürchtete, dass die Liegeflächen dann zu Hundewiesen mit unschönen Hinterlassenschaften missbraucht werden.

Man wolle auch Vandalismus auf den Spielplätzen vorbeugen. Schließlich bestehe in St. Alban Verletzungsgefahr, weil der Steg abgebaut über den Winter auf der Kiosk-Terrasse gelagert wird. So werden die Mitarbeiter des Dießener Bauhofs nach einem letzten Rasenmähen und Großreinemachen Ende Oktober/Anfang November beide Freizeitgelände absperren und dem Winterschlaf überlassen.

Keine Bäderdiskussion ohne das Dauerthema des Uferabschnittes südlich vom Seerestau­rant St. Alban. Hier möchte Bürgermeister Herbert Kirsch noch in seiner verbleibenden Amtszeit den Weg ebnen für einen ganzjährig zugänglichen Strand. Nach einem Gerichtsurteil hat die Gemeinde die Ent­scheidungshoheit über das Gelände, das noch vom Augsburger Segelclub genutzt wird. Dießen will das Gelände kaufen und verhandelt bereits mit der Stadt Augsburg als Eigentümerin. Mit einer Räumungsklage soll jedenfalls schnellstmöglich dafür gesorgt werden, dass der Segelclub seine abgestellten Boote, Anhänger und Wohnwagen entfernt.
Dieter Roettig

Auch interessant

Meistgelesen

Wenn die Schaukelei vor dem Gericht endet
Wenn die Schaukelei vor dem Gericht endet
Advents-Aktion "Dießen leuchtet" lockt mit vielen Attraktionen
Advents-Aktion "Dießen leuchtet" lockt mit vielen Attraktionen
Rentner baut Uttings Sprungturm originalgetreu nach
Rentner baut Uttings Sprungturm originalgetreu nach
Kulturförderpreis Landsberg – ein Abend der Höhepunkte
Kulturförderpreis Landsberg – ein Abend der Höhepunkte

Kommentare