Problemphase gemeistert

Die vergangenen drei Jahrzehnte war BRK-Kreisgeschäftsführer Anton Huber immer auf der Mitgliederversammlung des Landsberger Kreisver- bandes im Bayerischen Roten Kreuz zugegen. Auf der jüngsten indes musste er sich aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen. „Huber, das Herz und der Verstand des BRK in Landsberg, ist ernsthaft erkrankt“, bedauerte Kreisvorsitzender Franz Xaver Rößle. Huber ließ aber ausrichten, dass er nach seiner Genesung für weitere zwei Jahre all seine Kraft für das BRK einbringen werde.

So verlas die Stellvertreterin des Geschäftsführers, Rita Hoffmann, den von Huber verfassten Jahresbericht. Dabei beleuchtete er insbesondere die großen BRK-Geschäftsfelder. Dazu gehören „Wohl- fahrtswesen und Sozialarbeit“, „Rettungsdienst“ sowie „sonstige Rotkreuz-Aufgaben“. Dabei machte Hoffmann deutlich, dass die sozialen Dienste und das Wohlfahrtswesen im Kreisverband mit rund 57 Prozent des Finanzvolumens der finanz- und umsatzstärkste Bereich sei. Allein der Teilbereich „Kindertagesstätten“ umfasste 2008 ein Finanzvolumen von rund 1,8 Millionen Euro. Diese wurden finanziert durch gesetzliche Zuschüsse von Staat und Kommunen, Elternbeiträgen sowie weitere vertragliche kommunale Zuschüsse. Die „Ambulante Pflege“ umfasste im vergangenen Jahr ein Finanzvolumen von rund einer halben Million Euro. Davon musste jedoch etwa 35000 Euro aus Eigenmittel des Kreisverbandes übernommen werden, da die gesetzlichen Rahmenbedingungen bisher eine kostendeckende Finanzierung nicht er- möglichten. Eine aktuell durchgeführte Betriebsanalyse soll jedoch eine Optimierung dieses Dienstes im laufenden Jahr ermöglichen, darüber hinaus konnte mit der Kranken- und Pflegekasse, nach über vier Jahren zäher Verhandlungen, endlich eine Gebührenanpassung um 3,5 Prozent ab April dieses Jahres vereinbart werden, be- tonte Hoffmann. Der zweitgrößte Tätigkeitsbereich beim BRK ist der Rettungsdienst. Laut Hubers Bericht betrug das Finanzvolumen hier rund 1,8 Millionen Euro. Da keine kostendeckenden Benutzungsentgelte mit den Krankenkassen zustande gekommen sind, musste der Kreisverband im vergangenen Jahr auch hier einen Eigenanteil von rund 30000 Euro aufwenden. Ungeachtet dessen leistete der BRK-Kreisverband im vergangenen Jahr, wie im KREISBOTEN berichtet, rund 7000 Ein-sätze, in denen die Helfer rund 335000 Kilometer zurücklegten und etwa. 62000 Stunden im Einsatz waren. Die ehrenamtliche Einsatzquote im Rettungsdienst liegt dabei bei rund 21 Prozent. Und so war es denn auch nicht verwunderlich, dass BRK-Kreisvorsitzende Franz Xaver Rößle betonte: „Das Herz des BRK sind die Ehrenamtlichen.“ Auch Michael Urek, Bezirksgeschäftsführer Oberbayern, lobte den Landsberger Kreisverband, „der in den vier vergangenen Jahren einen Platz im oberen Drittel der oberbayerischen Rot-Kreuz-Liga eingenommen hat“. Darüber hinaus habe das Führungsduo Huber und Rößle in der schwierigen Phase der Sanierung und Reform „bei aller angemessenen Kritik“ Solidarität mit dem Bezirksverband bewiesen.

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