Theater, Tanz, Film und Musik - Auf ein Neues!

Das Programm 2019/2020 des Landsberger Stadttheaters

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Auch mit dem Maskentheater der Familie Flöz gibt es in der kommenden Spielzeit des Stadttheaters ein Wiedersehen. Dieses mal im „Hotel Paradiso“.

Landsberg – Wir können uns freuen. Nach einer nur kurzen kulturellen Durststrecke – Juni und August, im Juli wird im Stadttheater das Stück „Der Schwed“ aufgeführt – startet im September wieder eine neue, aufregende Spielzeit im Stadttheater. Neben Konzerten gibt es Sprech-, Masken-, Puppen- und Tanztheater und natürlich Stücke für Kinder und Jugendliche. Kurt Tykwer hat für das Filmforum cinemaskopische Leckerbissen zu Kunst, Musik und Literatur und Klassiker zusammengestellt: zum Beispiel Filme von Stanley Kubrick oder das neue Werk von Jim Jarmusch.

Nach der Kunstnacht feiert gleich zu Beginn der Spielzeit der Verein TILL sein 20-jähriges Bestehen – Förderer, ohne die vieles im Stadttheater nicht möglich wäre.

Theater und Tanz

Nach einem Musical des IKG und der Produktion des Projekts Randerscheinungen zeigt das gerade mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnete Landestheater Schwaben am 27. September. Regisseurin Anne Verena Freybott (ihr „Michael Kohlhaas“ lässt grüßen) inszeniert „Demut vor Deinen Taten Baby“ von Laura Naumann. Im Oktober wird neben „Transit“ nach dem Roman von Anna Seghers (LTT Tübingen) und „Othello“ (mit dem berühmten Theater an der Ruhr) auch „Gaia Gaudi“ zu sehen sein: ein Abend mit der Schweizer Clownin Gardi Hutter, der sich um Vergänglichkeit und Tod dreht. Premiere hat im Oktober auch das neue Stück der Moreth Company. Regisseur Ioan C. Toma bringt mit „Richard & Macbeth – Die Achse des Bösen“ zwei Antihelden an einem Abend auf die Bühne.

Im November ist Pianistin Ragna Schirmer zu Gast. Gemeinsam mit dem Puppentheater der Bühnen Halle zeigt sie „Clara“, ein Stück zum 200. Geburtstag Clara Schumanns. Mit „Der Reisende“ wird am 9. November der Reichsprogromnacht gedacht. Vor der Vorstellung wird es einen kurzen Gedenkakt in Zusammenarbeit mit der Bürgervereinigung Landsberg im 20. Jahrhundert geben.

Der britische Tänzer David Hughes kommt mit vier Choreographien und die Junge Bühne des Stadttheaters unter der Leitung von Julia Andres zeigt mit ihrer Schiller-Adaption „Die Räuberinnen“ ihre zweite, offensichtlich sehr weibliche, Produktion.

Auch Familie Flöz (Maskentheater) ist wieder zu sehen: Sie präsentiert ihr „Hotel Paradiso“. Und im Dezember gastiert neben dem beliebten Metropoltheater München („Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“) – rechtzeitig karten sichern! – nochmals das LTT mit Peter Schaffers „Komödie im Dunkeln“.

Um zu demonstrieren, wie geeignet das Bairische als Bühnensprache ist, gibt es sogar eine bairische Version von Yasmina Rezas „Gott des Gemetzels“ und für Kinder die „Lausdirndlgeschichten“ von Lena Christ. Pia Kolb und Angela Hundsdorfer erzählen und spielen dieses weibliche und wesentlich bodenständigere Pendant zu Ludwig Thomas „Lausbubengschichten“ für die ganze Familie.

Kinder und Jugendliche

Für Kinder und Jugendliche finden sich im neuen Programm noch etliche weitere Angebote: das theater 1 zeigt die Geschichte des Italieners Luigi, der verheiratet ist mit der Deutschen Carola und der ihr Collodis „Pinocchio“ erzählen will. Compagnie nik spielt „1 vor dem anderen“, eine Version des Andersen-Märchens „Das hässliche Entlein“, und Sabine Mittelhammer kurz vor Weihnachten „Die kleine Hexe“.

Für ältere Kinder und jüngere Jugendliche präsentiert die performing group „TRASHedy“ – ein pantomimisches Stück über Müll und Umweltschutz. Und schließlich liest Stefan Wilkening Michael Endes wundersam-wunderbare Erzählung „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“, musikalisch unterstützt von Maria Reiter am Akkordeon.

Musik

Edmund Epples Auswahl verspricht wieder internationales Flair und Vielfalt. Den Start macht am 2. Oktober ein Dauerbrenner: Stefan Stoppok lädt zum elften Mal zu „Stoppok & Artgenossen“, einem exklusiv fürs Landsberger Stadttheater konzipierten Abend mit stets wechselnden illustren Gästen. Kaum weniger exklusiv ist die finnische Techno-Legende Jimi Tenor, die gemeinsam mit der genialen Big Band Dachau und ihrem „verdammten Beat“ auf der Bühne stehen wird.

Zweimal steht Jazz aus Israel auf dem Programm. Das Yonathan Avishai Trio und Omer Klein, diesmal mit dem Mandolinenvirtuosen Avi Avital. Mit Habib Koité bekommt Landsberg Besuch aus Mali. Und Griechenland grüßt mit Lyraspieler Sokratis Sinopoulos, der sein Instrument in einen zeitgemäßen Kontext stellt.

Im Dezember stellen sich zum ersten Mal Huun-Huur-Tu in der Lechstadt vor. Sie pflegen den für ihre Heimat Tuva im südlichen Sibirien typischen Kehlkopfgesang. Den Abschluss der Serie macht Singer-Songwriter Robert Forster, einst Teil der australischen Kultband „The Go-Betweens“.

Das ausführliche Programmheft gibt es ab jetzt bei Veranstaltungen im Theater und sonst auch im Theaterbüro. Start für den Karten-Vorverkauf ist der 4. Juli. Und damit die Spielzeit perfekt wird, macht das Stadttheater vom 11. bis 24. Juni eine –

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