Kreiskulturtage "Schnittstelle Heimat"

Unter dem Dach der Heimat

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In Atelieratmosphäre im „Stellwerk“ in Dießen wurde am Donnerstag das Programm der 1. Kreiskulturtage im Landkreis vorgestellt: Mit dabei (v. links) Nathalie Robinson (Musikpädagogin), Keramikforscher Wolfgang Lösche, Katalin Fischer (Virtuelle Compagnie), Landrat Thomas Eichinger, Nue Ammann (Installationskünstlerin), Pressesprecherin der Kreiskulturtage Maren Martell und die Beauftragte der Kreiskulturtage, Kreisrätin und Malerin Annunciata Foresti.

Dießen – In der schönen Atelieratmosphäre der Galerie „Stellwerk“ an der Seestraße – oder wie Landrat Thomas Eichinger treffend formulierte „zuhause bei Frau Foresti“ – fand am Donnerstag das Pressegespräch zu den 1. Landsberger Kreiskulturtagen unter dem Motto „Schnittstelle Heimat“ statt. Vor neun Monaten, im Juni 2016, wurde die Idee erstmals formuliert, jetzt konnte Annunciata Foresti präsentieren, was mittlerweile daraus entstanden ist: 38 Veranstaltungen stehen vom 24. Juni bis 9. Juli auf dem Programm. Das hübsche, hellblaue Programmbuch liegt ab sofort vielerorts aus.

Auftakt der Kreiskulturtage wird am 24. Juni die feierliche Verleihung des Kunstpreises des Landkreises für bildende Künstler an den Bildhauer und Installationskünstler Bert Praxenthaler im Stadttheater Landsberg sein. Der Lyriker Anton G. Leitner ist im Schondorfer Landheim mit weiteren Poeten „Der Heimat auf den Versen“. In Kaufering führt das Puppenspiel „Am Schnürl“ das Marionettenstück „Heini Weltenbummler und der Zauberhut“ auf und geht der Frage nach „Heimat, was ist das?“.

Der am Ammersee lebende Maler Werner Kroener spricht bei Sebastian Goy in Dießen über die Macht der Bilder. Die Dießener Lösche-Keramik präsentiert Techniken der handwerklichen Keramikproduktion. Die Installationskünstlerin Nue Ammann aus Dießen geht der Frage nach, ob das Abstraktum Heimat eine Wunde oder Schnittstelle ist. Das Landsberger Musikstudio Robinson präsentiert „Aschenputtel und die Poesie“ eine moderne Version des altbekannten Märchens. Die Virtuelle Companie der Dießener Schauspielerin Katalin Fischer setzt sich in dem performativen Stück „Wer den anderen…“, das in den Huber-Häusern auf die Bühne kommt, mit dem Thema Heimat auseinander.

Die Künstlerin Eva Zenetti zeigt im denkmalgeschützten Rochlhaus in Thaining die Kunst­installation „Schundschicksal“. Die Landsberger Musikerin Silvia Berchtold startet mit Sophia Rieht und Musikern verschiedener Kulturen einen „musikalischen Dialog“. Der Musiker Erik Müller präsentiert Luthers Soundtrack, eine musikalische Hommage und im Jugendtreff Dießen startet das P.OBB-LABOR den Workshop „Mein Sound, meine Band“. Das Dozententeam besteht aus Micha Acher (The Notwist), Matthias Fischer (Popularmusik-Beauftragter des Bezirks Oberbayer) und Michael Lutzeier (Saxofonist) – um nur einige Veranstaltungen zu nennen.

Idee der Kreiskulturtage sei es, „die Kultur im Landkreis Landsberg abzubilden, und die regionalen Kulturlandschaften noch attraktiver und lebenswerter zu gestalten“, so Landrat Thomas Eichinger als Schirmherr des Veranstaltungsreigens beim Pressegespräch. Mit dem Motto „Schnittstelle Heimat“ soll auch der Frage nachgegangen werden, wo der Schnittpunkt von Heimat und Lebensart mit dem Schnittpunkt von anderen Menschen liegt. „Es stellen sich Fragen wie: Wo ist meine Heimat verortet und gibt es eine innere und eine äußere Heimat“, erläutert die Beauftragte der Kreiskulturtage, Kreisrätin Annunciata Foresti. Hinter allem, so Eichinger und Foresti, aber stehe der Grundgedanke, den Landkreis künftig kulturell stärker zu vernetzen. Weitere Infos, auch das Programmheft als PDF, finden sich unter www.kreiskulturtage-landsberg.de.

Ursula Nagl

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