Vom Projekt zur Wirklichkeit – Fußgängerunterführung beim Bahnhalt St. Alban kommt

Der Zeitplan für den Bau der Fußgängerunterführung in St. Alban ist festgezurrt: Am Montag, 2. März, soll mit der Verlegung des Kanals begonnen werden, am Montag, 4. Mai, ist dann Baubeginn für die Bahnüberführung. Bis Ende Juli könnte die kleine, bisher unendliche Geschichte einen Abschluss finden.

Im September 2006 wurde das Ammerseegymnasium samt dem Bahnhalt St. Alban in Betrieb genommen. Bei der Einweihung des Bahnsteiges war der Bau der Fußgängerunterführung für Frühjahr 2007 in Aussicht gestellt worden. Seither war das Projekt seitens der Bahn in regelmäßigen Abständen angekündigt worden, aber ohne konkrete Aussagen über den Baubeginn. Diese tätigte nun der beauftragte Architekt aus München. Der gleiche Zeitplan liegt auch dem Landkreis Landsberg vor, wobei Kreisbaumeister Andreas Magotsch noch vorsichtig ist mit einer exakten Terminierung. Denn bisher läuft noch die Ausschreibung, eine Vergabe der Arbeiten fand nach seinen Angaben noch nicht statt. Vier Wochen dauert in etwas die Verlegung des Kanals an dieser Stelle. Die Bodenverhältnisse sind aufgrund der Seenähe nicht ganz einfach, weshalb auch für den Bau der Fußgängerunterführung Spundwände aus Stahl eingesetzt werden, damit im Trockenen gearbeitet werden kann. Um zu gewährleisten, dass das Bauwerk nach Fertigstellung nicht ständig unter Wasser steht, sollen elektrische Pumpen eingesetzt werden, die sich bei einer Erhöhung des Grundwasserspiegels automatisch einschalten. Man habe sehr lange geplant, sei auch wegen Uneinigkeiten mit einem Anlieger aufgehalten worden, die das Eisenbahnbundesamt als Genehmigungs- behörde nun aber wohl beilegen konnte, erläutert Magotsch. Bahnintern kam es wohl ebenfalls zu Verzögerungen, wie von verschiedenen Seiten angedeutet wurde. Ursprünglich habe die DB Netz planen sollen, die jedoch nicht genügend Planungskapazitäten gehabt habe, und das Projekt zunächst hinten angestellt habe. Beauftragt wurde schließlich das Münchener Architekturbüro Manfred Winderl, der nun federführend tätig ist. 170000 Euro mehr Finanziell wird die Bahnüberführung durch die Verzögerung wie auch die besonderen Bodenverhältnisse etwas teurer: Zunächst waren laut dem Kreisbaumeister 670000 Euro im Kreishaushalt eingestellt. Der Betrag wurde nun auf 840000 Euro nach oben korrigiert. Die Marktgemeinde Dießen beteiligt sich nach einem Abkommen prozentual, jedoch maximal mit 350.000 Euro.

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