Änderungen in der Flugsicherung bedeuten das Aus:

Kauferinger Windkraft-Projekt abgeblasen

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In Fuchstal hat das Ingenieurbüro Sing vier Windräder realisiert. In Kaufering dagegen wurden die Anlagen jetzt durch die Flugsicherung ausgebremst.

Kaufering - Die Marktgemeinde muss ihre Träume von Windrädern im Westerholz begraben – das bestätigte heute Mittag Bürgermeister Erich Püttner (UBV). Den Ausschlag dazu gab offenbar eine Aufwertung des Flughafens Lechfeld, der in der Nähe des vorgesehenen Standortes liegt. Einzelheiten will der Rathauschef am Freitag bekanntgeben.

Ende 2016 hatte der Gemeinderat den Beschluss gefasst, sich eingehend mit dem Thema Windenergie auseinanderzusetzen. Ein Fahrplan, den Püttner mit Projektverantwortlichen daraufhin aufgestellt hatte, sollte den Weg zum Windstrom ebnen. Dass das Vorhaben auch für die Markt-Bewohner durchaus bedeutsam war, zeigte die im Februar eigens zum Thema Windenergie einberufene Bürgerversammlung: Etwa 300 Leute bekundeten dort ihr Interesse.

Fast drei Monate später folgt nun das Aus. Dass die Flugsicherung der Bundeswehr auf dem Lechfeld und in Penzing sich als Hürde erweisen könnte, war keinesfalls unbekannt. Seit heute ist jedoch sicher: Sie bedeutet gar den K.o. - aber warum die plötzliche Entscheidung? Durch die Aufwertung am Standort Lechfeld hätten sich „die politischen Rahmenbedingungen geändert“, erklärt Thomas Tronsberg vom Ingenieurbüro Sing, das sich bereits seit geraumer Zeit mit den Vorarbeiten für die Windräder befasst hatte. Bürgermeister Püttner wollte das vorläufige Windkraft-Aus nicht kommentieren, er wird am Freitag bei einem Pressegespräch Stellung nehmen.

Marco Tobisch

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