Supercool: PULS Open Air 2017

PULSierendes Happening auf Schloss Kaltenberg

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In der Waldbühne beim PULS Open Air sorgen „Liquid & Maniac“ für Superstimmung. Der bilinguale Rapper Maniac (Boarisch und Englisch) und der Mundart-Rapper Liquid sind nach eigenen Aussagen das beste Rap-Team diesseits des Atlantiks – also auch in Kaltenberg.

Kaltenberg – Das PULS Open Air ist viel mehr als ein Musik­festival unter freiem Himmel. Es ist ein pulsierendes Happe­ning, ein fröhliches Get-together der Jugend und eine schier nicht enden wollende Party – gewürzt mit 60 zum Teil namhaften Musik-Acts, die man in dieser Konzentra­tion auf keinem anderen Festival findet. Kein Wunder, dass über 7.500 Fans den Weg nach Kaltenberg fanden, in die wohl außergewöhnlichste Festival-­Location Bayerns, wenn nicht ganz Deutschlands. Heinrich Prinz von Bayern stellte zum zweiten Mal das Schlossgelände zur Verfügung, wo sonst die Ritter gerne mal die Schwerter kreuzen. Drei Tage lang herrschte eine ausgelassene und friedliche Stimmung bei bestem Sommerwetter.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Open Air schon im zweiten Jahr so gut ankommt“, resümierte Thomas Müller. Er ist als Redaktionsleiter von PULS, dem jungen Programm des Bayerischen Rundfunks, mitverantwortlich für Konzept und Ablauf. „Neben international etablierten Künstlern konnten wir den Besuchern eine interessante Mischung aus regionalen Künstlern und Newcomern bieten. Sicherlich auch ein Grund, dass viele Fans nicht nur aus Bayern und der Region, sondern auch aus weiten Teilen Deutschlands und Europa angereist sind,“ ergänzte Andy Barsekow, PULS-Musikredakteur und BR-Projektleiter.

Super: Drei PULSige Tage auf Schloss Kaltenberg

Um die 60 Musik-Acts optimal zu präsentieren, wurden auf dem Kaltenberger Schlossgelände neben der Hauptbühne im Stadion noch die Pyramiden- und Waldbühne aufgebaut. Indoor gab es Muskdarbietungen in der Scheune und in der Fasshalle. Ein überglückliches Publikum tanzte ausgelassen zu den großen Acts, wie „Moderat“ oder „Milliarden“, sparte aber auch bei den Newcomern nicht an Beifall. Ob „Bilderbuch“, „Shout Out Louds“, „Von wegen Lisbeth“ oder „Mighty Oaks“ – alle konnten mit ihren Auftritten viele neue Fans gewinnen. Zumal PULS alle Auftritte mitschnitt und mit TV-Kameras begleitete. Im Radio und Fernsehen sowie auf facebook, Youtube, Instragram oder Snapchat werden in den nächsten Tagen und Wochen die Konzert-Highlights und Reportagen gebracht. Kein Wunder, dass Gastgeber BR mit über 100 Reportern, Redakteuren und Kameraleuten auf dem Gelände unterwegs war. Nicht nur Musikfans kamen voll auf ihre Kosten So gab Willy Nachdenklich, der Macher der viel geklickten facebook-Seite „Nachdenkliche Sprüche mit Bildern“ zwei exklusive Lesungen.

Auf dem gesamten Schlossgelände war von Donnerstag bis Samstag bei wabernden Bässen eine bunte Schar von jungen Leuten bis „plus-minus 30“ unterwegs, pilgerte von einer Bühne zur anderen und genoss auch die Relax-Zonen mit Liegestühlen und Hängematten. Eine fröhliche Clique feierte sogar den Junggesellinnen-Abschied einer Freundin. Und ein falscher Prinz mit Krone und Leopardenumhang hielt Hof im Schlosspark des echten Prinzen…

Ein magnetischer Anziehungspunkt war ein PULS-Stand, wo es Pappschilder und Filzstifte gab, um möglichst kreativ sinnvolle und sinnfreie Tafeln zu gestalten. Kostproben: „Ohne Ketchup schmeckt alles gleich“, „In Südamerika gibt‘s schlechte Lackierer“, „Anna.Nass wo bist du?“ oder „Gähnen verboten“. Drei Mädels aus der Region erkannten unseren Reporter und malten „We love Kreisbote“ als Bilderrätsel.

Größerer Camp-Ground

Über 3.000 Festival-Fans übernachteten auf dem dieses Jahr vergrößerten Campingplatz direkt beim Schlossgelände. Auch hier stand fröhliches Feiern im Mittelpunkt. Ob Mini-Supermarkt oder Handy-Aufladestation – die Veranstalter hatten nichts vergessen. Für alle, die mehr Action wollten, gab es am Eingang zum Campingplatz einen Rampenparcous, auf dem BMX- und Mountainbike-Profis durch die Luft flogen.

Trotz aller Ausgelassenheit war das Thema Sicherheit im Hintergrund absoluter Schwerpunkt bei den Veranstaltern. Beton­sperren an den Zugangswegen, strenge Einlasschecks mit Karte und Personalausweis sowie Taschenkontrollen sollten von vornherein jegliches Risiko ausschalten. Auf dem Gelände patrouillierten Security-Leute und Polizeibeamte in Uniform und Zivil. PULS-Mitorganisator Alexander Wolff: „Unser speziell für dieses Festival ausgearbeitetes Sicherheitskonzept umfasste allein 62 Seiten.“

Heinrich Prinz von Bayern, Geschäftsführer der Ritterturnier Kaltenberg GmbH, war sehr zufrieden mit dem friedlichen Verlauf des Festivals und begeistert vom Auftritt seiner Lieblingsband „Mighty Oaks“. Auch im nächsten Jahr wird er sein Schlossgelände wieder für das PULS Open Air öffnen – vom 7. bis zum 9. Juni.

Dieter Roettig

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