Punktlandung in der Schule

Noch am Tag vor dem Schulfest waren die Handwerker an der Volksschule in Lengenfeld schwer beschäftigt, um alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Am Ende war es dann doch eine Punktlandung. Foto: Weh

Es sollte eine Punktlandung werden: Einen Tag vor dem großen Schulfest unter dem Motto „Hurra, unsere Schule erstrahlt im neuen Kleid!“ liefen die Restarbeiten an der Volksschule in Lengenfeld noch auf Hochtouren. Und tatsächlich: Am eigentlichen Festtag war von Baustelle fast nichts mehr zu sehen. Nach rund sechsmonatiger Sanierungsphase entspricht das Schulhaus inzwischen dem energetischen Standard eines Niedrigenergiehauses.

Die an die Schule angrenzende Mehrzweckhalle platzte beinahe aus allen Nähten, so viele Eltern und Schüler waren gekommen, um die Fertigstellung der Sanierungsmaßnahme zu feiern. „Endlich sind die Bauarbeiten abgeschlossen“, freute sich auch Rektor Clemens Bannert. „Unsere Schule erstrahlt in neuem Glanz.“ Bis zu 18 Gewerke Wenn auch ein Großteil der Arbeiten in den Schulferien durchgeführt wurden, so war es nicht immer einfach, den Schulbetrieb ohne große Einschränkungen aufrecht zu erhalten. „Zeitweise waren bis zu 18 Gewerke gleichzeitig hier beschäftigt“, verdeutlichte Bürgermeister Klaus Flüß die Situation und bedankte sich gleichzeitig beim Lehrerkollegium und den Schülern für ihr Verständnis. Seit Anfang Mai waren die Handwerker zugange und bauten eine neue Heizungsanlage ein, die nun mit Pellets geheizt wird und neben der Schule und der Mehrzweckhalle auch das BRK-„Haus für Kinder“ mitversorgt. Der Ölkessel der alten Heizung wurde beibehalten und soll in Notfällen dazugeschaltet werden können. Wärme von oben In der Mehrzweckhalle kommt die Wärme jetzt sogar von oben mittels einer so genannten Abstrahlheizung. „Ganz was Neues“, wie der Bürgermeister erklärte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktioniert die Pelletsheizung zur Freude der Lehrer und Schüler inzwischen auch einwandfrei. „Das lag an der Einstellung“, sagte Flüß. „Das dauert einfach bei einer neuen Heizung.“ Für ein gutes Raumklima sorgt eine Umluftanlage, die auch den Kindergarten und die Turnhalle mitbelüftet. Zusätzlich wurde das Dach der Schule von den alten Eternitplatten befreit und energetisch saniert. In den Klassenräumen erhielten die Fenster dreifachverglaste Scheiben, die Wände einen neuen Anstrich, und die Türen wurden ebenfalls erneuert. Und zu guter Letzt leistete sich die Gemeinde ein umfangreiches Sicherheitspaket mit einer Tele­- fon-Brandmeldeanlage sowie einer Transponder-Schließanlage. Letztere war beim Schulfest allerdings noch nicht fertig installiert. Zwei Drittel weniger Insgesamt schätzt Flüß die Sanierungskosten auf 1,94 Millionen Euro. Rund 1,34 Mio. Euro erhält die Gemeinde aus dem Konjunkturpaket II. Ein Glücksfall. Denn die hohen Energiekosten belasteten den Gemeindehaushalt in der Vergangen­- heit immens. „Nach der Sanierung, so hat man uns bestätigt, hat die Schule den Standard eines Niedrigenergiehauses“, betonte Flüß. Davon erhofft er sich natürlich auch eine Reduzierung der laufenden Unterhaltskosten. „Unser Ziel ist es, künftig diese hohen Kosten auf ein Drittel herunterzufahren.“

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