Mit purem Spaß – Florian Speckardt alias "Specki T.D." geehrt

In einem Alter, in dem die meisten Kinder noch Legotürme bauen, bekam er seine erste Snare Drum. Mit neun Jahren spielte er gemeinsam mit den erwachsenen Nachbarsjungen in seiner ersten Rockband. Heute, 20 Jahre später, tourt Florian Speckardt, besser bekannt als „Specki T.D.“ mit seinen Bands und Musikprojekten um die ganze Welt. Das, und auch seine Nachwuchsarbeit, würdigt der Landkreis im Rahmen der diesjährigen Kulturförderpreisverleihung den „Anerkennungspreis des Landkreises Landsberg“. Dem KREISBOTEN erzählte er von seinen Projekten.

Die Zeiten, als die Bandproben noch im Kinderzimmer zwischen Matchboxautos und Plüschtieren stattfanden, haben sich geändert: Schon mit 16 machte Specki T.D. seinen Traum zum Beruf. Dabei kam ihm auch der Zufall zur Hilfe. Bei einem Workshop in der Bayerischen Musikakademie in Marktoberdorf freundete er sich mit dem Neffen der Singer-Songwriter-Legende Jackson Browne an. Der berühmte Onkel lud ihn kurzerhand ein, ihn bei seiner USA-Tour zu begleiten und verlieh ihm dabei seinen Künstlernamen „Specki T.D.“ Damit stand der Entschluss für eine Profilaufbahn endgültig fest. Zurück in Deutschland studierte der Landsberger sieben Jahre bei „Drummers Focus“ in München, Europas renommiertester Schule für Schlagzeug. Parallel dazu spielte er sechs Jahre bei „Skaos“ und sorgte bei mehreren Studioproduktionen für den richtigen Groove. Wenn Specki T.D. von seinem Alltag erzählt, klingt das so, wie man sich gemeinhin das Leben eines echten Rockstars vorstellt: morgens ein Studiotermin in Hamburg, abends ein Konzert in Zürich, im Sommer eine Deutschlandtour, Rockfestivals mit 100000 Zuschauern. „Die Festivals sind immer die schönste Zeit im Jahr, du stehst auf gigantischen Bühnen, triffst andere Bands und viele Fans“, erzählt er. Specki T.D. beschränkt sich nicht auf eine Band: insgesamt fünf Projekte beschäftigen den 29-Jährigen: mit der Dresdner Band „Letzte Instanz“ war er auf Einladung des Goethe-Instituts auf China-Tournee, ihre Alben sind allesamt in den Charts. „Nach China zu reisen, war eine große Ehre für uns, denn normalerweise lädt das Goethe-Institut eher klassische Ensembles ein. Und die Resonanz der Chinesen war gigantisch, wir kamen uns vor wie Superstars“. Das neue Album „Schuldig“ wird nächste Woche erscheinen. „Das ist schon ein Riesenaufwand. Du beschäftigst dich über ein Jahr damit, bis es im Laden steht. Da tut es richtig weh, wenn sich die Leute dann die Musik einfach irgendwo runterladen und selbst brennen“. Mit der Schweizerin Mia Aegerter trat er bei „The Dome“ und der „Bravo Super Show“ im TV auf. Mit der Schandmaul-Geigerin Anna Katharina verbindet ihn ein klassisches Projekt, das nächste Album erscheint im Oktober. Daneben spielt er bei „Power Percussion“ und „John Munich & Friends“. Kaum zu glauben, dass Specki T.D. noch über freie Zeit verfügt. Die nutzt er für die Nachwuchsarbeit. Als Lehrer in einer privaten Landsberger Musikschule hat er aus seinen „Vorzeigeschülern“, wie er es augenzwinkernd nennt, die Band „Drumatic“ aufgebaut. „Der Unterricht ist mir sehr wichtig, auch um den Kontakt zur Heimatstadt nicht zu verlieren“, betont Specki T.D. Diese Band wird dann auch stellvertretend für ihn seinen Preis in Empfang nehmen, denn Specki T.D. tourt zum Zeitpunkt der Preisverleihung gerade mit der „Letzten Instanz“ durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Daheim ist’s am schönsten Welche Rolle spielt Landsberg für ihn? „Ich war außer in Australien schon auf jedem Kontinent, aber daheim ist es immer noch am schönsten“. Und hier kann ich meinen 35 Schülern die Freude an der Musik direkt vermitteln. Denn gerade die moderne Musik ist bestens geeignet ihr Interesse zu wecken und Disziplin, Konzentrationsfähigkeit, Kreativität und Teamfähigkeit zu fördern. Und das alles mit purem Spass!“

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