Die Qual der Wahl

Weil die alten Geräte am Spielplatz in der Neudießener Straße nicht mehr sicher sind, dürfen die Kinder über die Neugestaltung abstimmen Foto: Nagl

Am Donnerstag, 15. März werden in Dießen erstmals alle Wähler unter 12 Jahren an die Urnen gerufen. Im „Kidz-Club“ kann man von 15 bis 18 Uhr über die Anschaffung einer neuen, großen Spielkombination für den Spielplatz an der Neudießener Straße abstimmen. Zur Disposition steht eine Turmkombination mit Wackelbrücke und Rutsche, ein Kletterwald bestehend aus Holzstämmen, Netzen und Seilen oder ein kompaktes Kletterspielgerät mit Rutsche, namens „Fisch Berta“. Die Klasse 4a der Carl-Orff-Grundschule hat sich bereits im Vorfeld mit dem Thema „Spielplatzgestaltung“ beschäftigt.

Ein Projekttag im Dezember verfolgte das Ziel, die Klasse praxisnah an das Thema Politik und Demokratie heranzuführen. Von Bürgermeister Herbert Kirsch wurden die jungen Spielplatz-Experten ins Rathaus eingeladen. Dort standen kommunalpolitische Themen, darunter auch die notwendige Neugestaltung des Spielplatzes an der Neudießener Straße auf der Tagesordnung. In der Schule wurden daraufhin im Rahmen eines Planspiels eifrig Spielplatzvarianten entworfen. Auf der Grundlage der Schülerideen und des zur Verfügung stehenden Haushaltsetats schlägt die Gemeinde nun die Großspielgeräte „Turmkombi“, „Kletterwald“ und „Fisch Berta“ aus hochwertigem Holz vor. Alle drei Varianten werden am Donnerstag nochmals ausführlich erklärt und beschrieben. Entscheiden dürfen dann die Kinder in einer demokratischen Wahl. Die Auszählung beginnt um 18 Uhr, das Ergebnis wird anschließend bekannt gegeben. Für die zur Wahl stehenden neuen Spielkombinationen wird eine Grundfläche von rund neun mal 14 Metern benötigt. Die Neuanschaffung soll Spielgeräte an der Nordseite des Spielplatzes ersetzen, die aus Sicherheitsgründen entfernt werden müssen. Wie Bürgermeister Herbert Kirsch und Jugendreferentin Petra Sander im Gespräch mit der Presse mitteilten, kostet die Spielplatzneugestaltung rund 30000 Euro. Auch die Holzhäuschen und der Sandkasten auf der gegenüberliegenden Seite des 2000 Quadratmeter großen Areals sollen erneuert werden. Außerdem wird auf Wunsch der Kinder weiterhin viel Wiese zum Spielen und Toben freigehalten. Wie das Planspiel in der 4b ergab, liegt den Kindern auch die Sauberkeit ihres Spielplatzes sehr am Herzen, so wurde zum Beispiel mehrfach ein Mülltrennungssystem gewünscht. Beim Pressetermin bedankte sich Bürgermeister Herbert Kirsch bei Jugendreferentin Petra Sander und Bauhofleiter Albert Schmelzer die die Großspielgeräte „Turmkombi“, „Kletterwald“ und „Fisch Berta“ nach den Wünschen der Kinder bei einer Fachfirma aus Frasdorf eigens planen ließen. Als nächstes möchte die Gemeinde ihr Augenmerk auf den Spielplatz in St. Georgen lenken.

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