Qualität im Vordergrund

Ferdinand Höng, Ursula Triller und Peter Treml (von links) vom Ignaz-Kögler-Gymnasium organisieren in diesem Jahr die 56. Theatertage der bayerischen Gymnasien. Foto: Bauch

„Schule ist nicht nur Unterricht“, sagt Ursula Triller, Schulleiterin des Ignaz-Kögler-Gymnasiums (IKG). Deshalb richtet ihre Schule heuer die 56. Theatertage der bayerischen Gymnasien aus. Von Mittwoch bis Samstag, 25. bis 28. Juli, finden sich bunt gemischte Gruppen mit ihren Stücken in Landsberg ein – dabei stehe nicht der Wettbewerb im Vordergrund, sondern die Förderung des Theaters.

Die Fördergemeinschaft für das Schultheater in Bayern lobt mit Unterstützung des Fachverbandes Theater am Gymnasium in Bayern jedes Jahr die Theatertage an wechselnden Orten aus. „Im August sind wir bereits gefragt worden, ob wir die Theatertage 2012 für die Gymnasien ausrichten wollen“, erinnert Triller. „Wir erwarten Impulse für uns selbst und finden es schön, als Gastgeber präsent zu sein.“ Organisiert werden die vier ereignisreichen Tage von den beiden Lehrern Ferdinand Höng und Peter Treml – die Schüler bringen sich ebenfalls mit ein. Beispielsweise haben sie den Flyer zu den Theatertagen gestaltet. Allerdings darf das IKG kein Stück zum Besten geben: „Es ist so Usus, dass der Ausrichter selbst nicht teilnehmen darf“, erklärt Höng. Untergebracht sind die Gruppen direkt in der Schule. „Sie schlafen in den Klassenzimmern – für die Lehrer ist das sozusagen ein Survivaltraining“, scherzt Ferdinand Höng. „Aber sie nehmen es gerne in Kauf.“ Neun Gruppen nehmen dieses Mal teil. „Die Jury achtet hierbei auf Qualität, nicht die Anzahl der Gruppen“, so Peter Treml. „Außerdem ist es kein Wettbewerb – die Veranstaltung dient der Förderung des Schultheaters.“ Daher gebe es auch keine Preise zu gewinnen, sondern gezielte Workshops und Gesprächsrunden für Teilnehmer und Lehrer. Nach ihrem Stück erhalten die Spieler eine Kritik der Jury, welche vom Förderverein gestellt wird. Die Ensembles der einzelnen Schulen sind dabei bunt gemischt. „Es gibt eine reine Unterstufengruppe, aber auch gemischte Gruppen“, erklärt Höng. „Wir freuen uns besonders, dass eine der hiesigen Schulen teilnimmt: die Freie Waldorfschule Landsberg.“ Landrat ist Schirmherr Die Schüler treten mit ihren Produktionen an drei Spielstätten auf: in der Aula des IKG, im Stadttheater und im Rathausfestsaal. „Die Stadt kam uns dabei sehr entgegen“, lobt Höng. Auch sei man besonders dankbar, dass Landrat Walter Eichner die Schirmherrschaft für die Theatertage übernimmt und auch die Sparkassenstiftung als Sponsor hinzugezogen hat. Zuschauen darf bei den Aufführungen jeder – sofern noch freie Plätze vorhanden sind. Weitere Informationen zu den Theatertagen gibt es im Internet auf www.ikg-landsberg.de.

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