Quer Beet etwas geboten

Beim Sommercamp der Gemeinde Kaufering und der Firma Hilti ist für die Sechs- bis Zwöfjährigen viel geboten – heuer beteiligte sich auch die Freiwillige Feuerwehr Kaufering mit einer Aktion. Foto: Bauch

Über 200 Kinder haben sich zum diesjährigen Sommercamp in Kaufering angemeldet. Zweieinhalb Wochen lang war für die Kinder dank der Organisation der Gemeinde und durch die finanzielle Unterstützung der Firma Hilti in der Marktgemeinde Einiges geboten. Eduard Sokolowski, der in der Gemeinde für die Jugendarbeit verantwortlich ist, würde das Camp in den nächsten Jahren gerne noch weiter ausbauen. Bürgermeister Erich Püttner will sich dazu noch einmal mit Hilti sowie den Gemeinderäten beraten.

Nur sieben Euro pro Tag kostet das Angebot, Mittagessen inklusive. Seit 2007 organisiert die Gemeinde das Sommercamp für Sechs- bis Zwölfjährige, finanziert wird es von der Firma Hilti. „Wir geben uns viel Mühe“, verspricht Sokolowski. „Das Angebot könnte ich mir besser nicht vorstellen.“ Daher sei auch die Nachfrage enorm gestiegen: Den Kindern gefalle es so gut, dass man sich vor Anmeldungen kaum retten könne – das Camp sei „bis auf den letzten Platz ausgebucht“. „Aber die Grenzen sind erreicht.“ Vor allem räumlich gebe es in Kaufering derzeit ein Problem, da sowohl das Jugendzentrum als auch die Schulturnhalle wegen Umbauarbeiten gesperrt sind. Deswegen wolle man sich laut Bürgermeister Erich Püttner im Herbst noch einmal zusammensetzen und überlegen, ob man nicht künftig zumindest eine Woche verlängern könnte. „Wir werden das im Herbst reflektieren und hoffen, dass Hilti mit einsteigt“, so Püttner. „Wir sind sehr dankbar, dass Hilti das Camp ermöglicht.“ Zehn Workshops organisiert Sokolowski zusammen mit seinem Team für die Kinder. Es gibt eine Waldstation, einen Zirkusworkshop, Theater oder Tanz, eine Kreativwerkstatt sowie Sport und auch Musik. „Es ist quer Beet etwas geboten“, verspricht er. An den Freitagen gibt es dann eine Vorführung, wobei die Kinder das, was sie in den Workshops gemacht haben, präsentieren dürfen. „Ich war im Workshop Theater“, erzählt die siebenjährige Lena-Marie. „Vor der Aufführung war ich ganz schön aufgeregt.“ Etwa 130 Kinder kommen jeden Tag zum Camp, 200 sind insgesamt angemeldet. 22 Betreuer sorgen dann für Spaß und Unterhaltung, aber auch für Disziplin. „Wir haben fachlich gute Betreuer, denn alle haben einen pädagogischen Hintergrund“, erklärt Eduard Sokolowski. Das sei besonders für die Aufsichtspflicht relevant. „Die Betreuer sind nett“, findet auch der neunjährige Justin und er muss es wissen, denn schließlich ist er schon zum vierten Mal dabei. Die Hälfte der Teilnehmer seien Kinder von Hilti-Mitarbeitern, die andere Hälfte sind Kauferinger. Nicht nur die Aufführungen sind ein Höhepunkt, auch ist an den Freitagnachmittagen immer etwas Besonderes geplant, erklärt Sokolowski. Etwa gab es schon einen Selbstbehauptungskurs, der von Aikido-Kämpfern geleitet wurde und den Kindern Selbstbewusstsein vermitteln sollte. Kürzlich bot dann auch die Freiwillige Feuerwehr Kaufering an, einen Nachmittag für das Sommercamp zu gestalten. An fünf verschiedenen Stationen, die sie auf dem Volksfestgelände aufgebaut hatten, erklärten die Floriansjünger ihre Arbeit. Die Kinder durften auch gleich selbst mit anpacken und herausfinden, wie es sich in einem Raum voller Rauch anfühlt oder wie genau man eigentlich ein Feuer löscht.

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Eine Leiche muss her!
Eine Leiche muss her!
Lisa will Bierkönigin sein
Lisa will Bierkönigin sein
Himmel oder Hummel
Himmel oder Hummel

Kommentare